Das Unbehagen der Elsa Brandt

Das Unbehagen der Elsa Brandt

von Bettina Steinbauer

 

 

 

Herausgeber : Solibro Verlag
Sprache : Deutsch
Gebundene Ausgabe : 224 Seiten
ISBN-10 : 3932927931
ISBN-13 : 978-3932927935

 

 

 

 

 

 

 

Klappentext

„Liebe. Ich scheue diese fünf Buchstaben. Wenn es Liebe war, wäre nichts Größeres mehr vorstellbar.“ Elsa, Anfang vierzig, stellt Fragen, unbequeme Fragen. Denn: „Ich warte noch immer auf Wesentliches. Auf einen Kern, etwas Radikales, das mich zutiefst irritiert.“ Vergeblich hält sie Ausschau nach einem Mann, der ihren Fragen nicht ausweicht, sondern ihnen standhält. Stattdessen findet sie Männer mit Hobbys. Nach einem selbstprovozierten Unfall lässt sie sich in eine Nervenklinik einweisen. Aber die störrische Außenseiterin wird bald von der Klinikleitung auf die Straße gesetzt. Elsa bleibt kompromisslos, kündigt Job und Wohnung und bricht zusammen mit ihrer Nachbarin Ottilie zu einer Nordseeinsel auf. Dort begegnet ihr Justus, der ihr merkwürdig provokantes Verhalten zu durchschauen scheint. Nach ihrem hochgelobten Debüt „Zwei im Sinn“ hat Bettina Steinbauer nun einen weiteren Roman geschrieben, der seine Leser nicht nur mit scharf formulierten Grundsatzfragen, sondern auch mit pointierten Dialogen und eigenwilligem Humor fesselt. „Inmitten all der weichgespülten Charaktere der Gegenwartsliteratur ist Elsa eine große Ausnahmeerscheinung. Mit Ihrer Kompromisslosigkeit und Nonkonformität ist sie für mich eine der ehrlichsten Heldinnen, über die ich in letzter Zeit las. Bettina Steinbauer erinnert mich in ihrem Stil an Doris Knecht, Jackie Thomae oder Annika Reich, Autorinnen, deren Protagonistinnen jenseits der brachialen Emanzipationsideologie der Achtziger Jahre ihren selbstbestimmten Lebensweg suchen und dabei immer wieder über das eine unergründliche und lebenswerteste Thema stolpern: Die Liebe.“ Claudia Hüllmann, Thalia Magdeburg

 

 

Mein Fazit

In diesem Jahr gab es viele gute Bücher, aber unter denen die das Prädikat ‚Herrausragend‘ verdient haben gibt es nur wenige. Eines mit diesem Prädikat ist Das Unbehagen der Elsa Brandt von Bettina Steinbauer.

Beginnend mit dem Titel des Buches, über das Cover um letztendlich mit gigantisch bis zu weilen sehr spitzzüngiger Wortwahl und einer Protagonistin mit gnadenlos ehrlichen Ansichten ist hier ein Werk entstanden, dass einem leuchtend klaren leitenden Stern in einer dunklen Nacht gleicht.

Doch wer ist jene Elsa Brandt?
Ich sehe ganz klar eine attraktive Frau, geschätzt so zwischen 30 und 45 Jahre alt vor den Augen. In ihrem Job schreibt die an einer Schreibblockade leidende Autorin für ein Provinzblatt über Möbelhauseröffnungen. Nicht auf der Suche nach dem Mann in ihrem Leben, oder doch? Eigentlich schon, wenn da nur nicht dieses Problem wäre einen Mann, der dieser starken und skurrilen Frau das Wasser reichen und ihrer Art standhalten kann. Im Grunde ist Elsa Brand eine ganz normale Frau, nur vom Leben und der Liebe fürchterlich genervt.

Elsa Brandt hat ein ’Hobby‘. Regelmäßig den Verkehrsfunk im Radio einschalten. Nach teils halsbrecherischen Fahrten werden kurz darauf in den Autobahnstaus Männer mit dem immer gleichen Ritual heraus gefischt. Ihr Beuteschema: Tagesform abhängig und nicht immer mit Erfolg gekörnt.

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