Chuzpe, Anarchie und koschere Muslime

Chuzpe, Anarchie und koschere Muslime: Meine Versuche, Israel zu verstehen

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Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Pantheon Verlag (12. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570552764
ISBN-13: 978-3570552766

 

 

 

 

 

 

 
Unerhörtes aus dem gelobten Land
Chuzpe, Anarchie und koschere Muslime ist eine sehr persönliche Annäherung an den Staat der Juden, seine Menschen und deren Eigenheiten. Die zionistischen Träumereien Theodor Herzls dienen hierbei als Spuren, die den Autor mal in die Vergangenheit, in die noch junge Geschichte Israels führen, mal in die Gegenwart, zu seinen aktuellen Debatten und Konflikten, mit denen das Land immer wieder die Schlagzeilen dominiert. Ein Land wohlgemerkt, das weniger Einwohner hat als der Freistaat Bayern.
Johannes C. Bockenheimer gelingt ein behutsames, mitunter skurriles Porträt Israels, das letztlich vor allem eines tut: bestens unterhalten.
»Ich arbeite seit einiger Zeit an einem Werk, das von unendlicher Größe ist«, schrieb der österreichische Journalist Theodor Herzl 1895 in sein Tagebuch, »seit Tagen und Wochen füllt es mich aus bis in die Bewusstlosigkeit hinein.« Der Grund für die Ohnmachtsanfälle war die Arbeit am Manuskript seines Buches Der Judenstaat. Herzl skizzierte darin die Gründung eines Landes, das den Juden zur Heimat werden sollte – und brach damit die zionistische Revolution los. Obwohl ihm mit der Schrift weder literarisch noch politisch ein Meisterwerk gelang, wurde es zur Inspiration für Millionen – vier Jahrzehnte nach Herzls Tod feierte der Staat Israel seinen Unabhängigkeitstag. Aber war die Revolution erfolgreich, ist Israel wirklich das Land geworden, von dem Herzl träumte?
Der Journalist Johannes C. Bockenheimer hat sich in den vergangenen Jahren mit israelischen Schriftstellern, Politikern, Rabbis, Managern und Pornostars über ihr Land unterhalten. Bockenheimers Fazit: Die Revolution ist (vorerst) gescheitert – aus anderen Gründen allerdings, als man denken könnte.

 

 

 

Mein Fazit

“Chuzpe, Anarchie und koschere Muslime – Meine Versuche, Israel zu verstehen” von Johannes C. Bockenheimer stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Es ist zwar ein Sachbuch, mit deinem ganz eigenen und einzigartigen Humor.
Immer wieder bringt der Autor den 1904 verstorbenen Journalisten Theodor Herzl ins Spiel. Dieser hatte den Traum von der Errichtung eines eigenen Judenstaates geträumt worüber er ebenfalls ein Buch verfasst hat. Heinzl träumte von einem Land, dass die Heimat allen Juden werden sollte und brach damit eine Revolution los. Zwar wurde kein Meisterwerk, aber jeder kennt diese Schrift von der sich Millionen Menschen inspirieren ließen. Was ist aus diesen Träumen geworden und ist Israel wirklich das Land von dem Herzl einst geträumt hat?
Johannes C. Bockenheimer hat sich mit unzähligen Menschen in Israel getroffen, hat mit Politikern, Rabbis, Schriftstellern, Managern und sogar mit Pornostars über ihr Land gesprochen. Heraus kam ein Buch, so komplett anders als die Bücher, die über Israel und seine Menschen berichten.
Er lässt sie alle zu Wort kommen und stellt immer wieder die Frage nach Herzl und dem Zionismus.

Erstaunlich und teilweise unbekannt ist die Tatsache, dass es in Israel kein Thema gibt, über das man keine Witze macht. Selbst Witze über den Holocaust sind kein Tabu.?
Es wird gelacht. Es wird gelebt. Sirenen heulen?! Man feiert dennoch weiter, denn man lebt nur einmal und das Leben kann ganz schnell vorbei sein.

Im Grunde mögen sich Palästinenser und Israelis. In den Köpfen der ganz normalen Menschen besteht keine Feindschaft. Sie wollen friedlich miteinander leben. Sie wollen Frieden und sie wollen Freunde sein.
Kurz gesagt es ist eine herrliche Reise in das Land Israel mit all seinen Menschen und ihren Glaubensrichtungen. Sachbücher, oder solche die so genannt werden, können sehr unterhaltsam sein.

 
Pressestimmen
»Sein Buch [kommt] leichtfüßig und erzählerisch daher.« (Der Tagesspiegel, 16.09.2015)

»Ein Buch, das nicht nur ein wichtiges Panorama der gegenwärtigen israelischen Gesellschaft liefert, sondern auch eine unterhaltsame und stellenweise regelrecht witzige Lektüre ist.« (lovelybooks.de, Winfried Stanzick, 16.12.2015)

 

 
Über den Autor:
Johannes C. Bockenheimer hat in Hamburg Politikwissenschaften und in Beer Sheva/Israel Nahostwissenschaften studiert. Anschließend volontierte er an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Zunächst arbeitete er als Korrespondent im Berliner Büro des Handelsblatts, seit Dezember 2014 ist er als Redakteur im Wirtschaftsressort des Tagesspiegel tätig. Bockenheimer berichtete in der Vergangenheit u.a. für die Jüdische Allgemeine, die Zeit und den Evangelischen Pressedienst immer wieder aus Israel und den Palästinensischen Gebieten. Er ist Nahost-Fellow des Teddy-Kollek-Stipendiums und wurde 2010 mit dem BVK-Journalistenpreis ausgezeichnet.

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