Blogtour Violett ohne Ende

Blogtour VIOLETT OHNE ENDE

Violett

 

Willkommen an Tag 4 der Blogtour VIOLETT OHNE ENDE.

 

Zur Erinnerung hier kurz ein Blick auf den Klappentext:
Zwei Frauen wie Feuer und Dynamit! Vor der Kamera mimen die ungleichen Schauspielerinnen Jule und Ewa ein Liebespaar in der angesagten TV-Soap „Liebes Leben“. Doch bald wird aus gespielter Zuneigung echtes Herzklopfen – dabei stehen die beiden privat doch eigentlich auf Männer. Was als unverbindliches Experiment beginnt, wird zum Wechselbad der Gefühle auf einem turbulenten Roadtrip quer durch Hamburg, der ihr bisheriges Leben für immer verändert.
Gern möchte ich Euch heute etwas über ein Thema berichten welches noch immer unter den Teppich gekehrt wird und als Tabu-Thema gilt.

Homosexualität

 

UnbenanntBildquelle: http://www.homosexualitaet.de/

 

Was ist ist ‘Homosexualität’ eigentlich?

Jetzt könnte ich Euch jede Menge Wikipedia um die Ohren hauen, aber will das jemand wirklich?
Mir persönlich gefällt diese Beschreibung um Längen besser.

Also Leben hat – wie man immer wieder feststellen kann – einen sehr starken Erhaltungsdrang. Diesen Erhaltungsdrang sieht man ja auch am Wunsch selbst am Leben zu bleiben.
Es ist als ob unsere Gene ein Interesse daran haben fortzubestehen. Bei solch komplexen Strukturen ist die Arterhaltung mit reiner Zellteilung aber nicht möglich, da sich – durch Mutationen – irgendwann zuviele Fehler einschleichen würden und unsere Nachkommen deshalb irgendwann nicht mehr lebensfähig sind.
Deshalb hat die Natur Sexualität “erfunden”, übrigens nicht nur bei mehrzelligen komplexen Wesen, sondern auch schon bei einigen Einzellern gibt es Genaustausch …

Verstehst du das soweit?…

Unsere Gene scheinen so etwas wie ein natürliches Interesse zu haben weiterzubestehen.
Unsere Körper sind aber zu komplex um sich nur aus sich selbst zu reproduzieren, so kam es zu sexualität und dem Dualen System männlich/weiblich.
Damit man sich auch immer schön Fortpflanzen/Reproduzieren kann kam es zu einer Prägung, die in unserem Gehirn festgeschrieben wurde.
Es ist nicht nur so, das Männer in der Regel auf Frauen und umgekehrt stehen, sondern das man sich auch auf Individuen einstellt, mit denen man sich in der Regel besonders gut genetisch ergänzt. Deshalb stehen einige auf rothaarige oder blonde oder brünnette etc. Aber es geht noch weiter. Unsere Gerüche verraten sehr viel über die Gene des anderen, deshalb gibt es da auch gewisse “animalische” Anziehungen…

Ah, Thema die guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen?…

Genau.
Und deshalb sind Prägungen entstanden.
Und bei Leuten die Schwul/Lesbisch oder (stark) bi weicht diese Prägung halt von der Norm ab.
Vielmehr steckt da (rein biologisch) nicht hinter.
Aber denk nun nicht, das Homosexualität eine Fehlprägung sei. Liebe ist Liebe. Es gibt zwar krankhafte Liebe, aber die hat nichts mit sexueller Ausrichtung zu tun. Es gibt genug Spinner da draußen, die das so sehen.

 

Gedanken eines jungen Mannes der einen Mann liebt

 

Ich durfte einem ganz lieben Menschen wahrhaftig Löcher in Bauch fragen, vielen lieben Dank dafür

.
Beginnen wir mit der Fragestunde. *oh Gott das ist gar nicht so einfach wie es klingt. Ich möchte ja nicht als blöd dastehen oder gar kopfüber in die vielen Fettnäpfchen springen* …. Also Frage eins: Wie offen darf ich fragen?
Frag zu, ich bin echt recht offen

 

Was sollte ein Mann haben, damit du dich in ihn verliebst bzw. was macht ihn für dich attraktiv?
Ich muss ehrlich sagen, in dieser Hinsicht hebe ich mich von den anderen Homosexuellen echt ab, denn ich achte nicht aufs Aussehen, denn dies finde ich oberflächlich und nicht ausschlaggebend für ein zusammenkommen. Ich bin da eher der klassische Typ. Ich erzähl dir wie es bei meinem Freund und mir lief, denn nach dieser Zeit (8 Monate) kann ich für mich sagen: Diesen Mann möchte ich heiraten.
Ich war auf einer Plattform für schwule Jungs/Männer angemeldet und dort habe ich ständig das Profil meines jetzigen Freundes aufgerufen und er dann meins und so ging es Tage lang bevor sich einer von uns getraut hat den anderen anzuschreiben. Als wir dann Tage schrieben und Handynummern ausgetauscht haben, haben wir uns auf ein Date eingelassen und als der Tag da war, spielte ich das unnahbare Arschloch, weil ich schauen wollte ob er bleibt und ob er was sagt, denn meine Vergangenheit mit Männern ist nicht sehr berauschend gewesen. Er war hingegen sehr aufmerksam und merkte schnell das es gespielt ist und fragte mich warum ich das mache und als ich es ihm erklärt habe und ihn über meine Vergangenheit aufklärte verstand er es. – Als wir vom Griechen raus gingen fragte er mich ob ich noch mit zu ihm kommen möchte um was zu trinken und uns noch besser kennen zulernen aber ich kann dir sagen, ich merkte schon beim Griechen das er was besonderes ist und das es relativ brodelt in mir und ja. – Wir sind dann zu ihm gefahren, haben noch bisschen getrunken und die Zeit rannte förmlich und ich habe meinen Zug verpasst und so kam es, dass ich bei ihm geschlafen habe und in der Nacht, als wir im Bett lagen, haben wir gekuschelt und noch ewig weitergeredet (hatten beide frei am nächsten Tag) und mitten in der Nacht meinte er plötzlich: “Du, ich glaube ich habe mich in dich verliebt, denn wenn du die “unnahbare Arschlochmasche” erstmal abgelegt hast, bist du einfach super sympathisch und für mich ein interessanter Mann. Wollen wir es zusammen versuchen?” und da ging mein Herz von oben in die Hose, da ich nicht wusste was sagen sollte und sprachlos war. Meine Antwort darauf war, dass ich ihn an mich zog und innig küsste. Seit diesem Tag war ich gerade einmal zu Hause (Heimatstadt) und sonst immer hier bei ihm und tada, nun wohnen wir zusammen mit unserer Boxerhündin hier und sind einfach glücklich.

 

 

Was war dein Schlüsselreiz um zu sagen ab jetzt liebe ich Männer?
Ich merkte eigentlich relativ früh, mit 15 um genau zu sein, dass ich mich nicht für Frauen sondern für Männer interessiere und so kam es bei mir, dass ich mir den ersten Freund suchte um herauszufinden ob es nur Einbildung von mir ist oder ob ich tatsächlich Männer liebe. Und als ich meinen ersten Freund hatte, merkte ich: “Du bist schwul und stehst auf Männer!”

 

 

Als Mann in einen Mann verliebt zu sein, was ist das für ein Gefühl?
Für mich ist das ein großartiges Gefühl! Beschreiben kann man dies Gefühl eigentlich nicht wirklich finde ich.

 

 

Viele Frauen umgeben sich gern mit ‘schwulen’ Freunden, hast du da eine Erklärung für? ( Ich selber habe sie im Freundeskreis und finde es göttlich auf Partys etc. )
Eine Erklärung warum sich Frauen mit schwulen Männern abgeben im Freundeskreis? Dazu müsste ich Frauen und Männer studieren ABER ich habe eine beste Freundin und sie sagt immer wieder “Jede Frau wünscht sich einen schwulen besten Freund weil sie dann sicher gehen kann, dass sie nicht angemacht wird wenn man unterwegs in Clubs und Bars ist.” aber ob das wirklich der Grund ist, ist für mich nicht ganz klar, denn so wie ich das sehe gibt es mehrere Gründe wieso das so sein könnte. 1. Frauen können mit schwulen besser reden 2. Sie können zusammen shoppen gehen, denn schwule gehen genau so gerne shoppen wie Frauen! 3. Schwule haben oftmals mehr Verständnis als Heteromänner. xD – Klar, es gibt bestimmt noch mehr Gründe dafür, aber da muss man eine Frau fragen die genug schwule im Freundeskreis hat, denn ich glaube sie kann sowas besser beantworten.
Oftmals werden Schwule und Dragqueens bzw. Männer in Frauenkleidung über einen Kamm geschoren. Für mich sind dies aber 2 völlig unterschiedliche Welten. Wie siehst du das?
Ich finde auch das dies zwei völlig verschiedene Welten sind, denn ich kenne eine Dragqueen die ist im normalen Leben hetero und hat viele schwule Freunde. Also, wie ich bereits sagte, auch für mich völlig verschiedene Welten, denn nicht jeder schwule ist gleich ne Dragqueen oder umgekehrt.
Die Einstellung der Menschen hat sich im Laufe der Jahre verändert indem sie offener geworden sind. Gibt es etwas du dir noch wünschen würdest?
Das stimmt, viele Menschen sind viel offener geworden wenns um das Thema ‘Homosexuell’ geht aber leider finden sich immer wieder Menschen die das nicht sind und einen diesbezüglich verurteilen, schade eigentlich. Was ich mir wünsche? Das Frau Merkel endlich abdankt und eine Partei an die Macht kommt, die auch uns Homosexuelle gleichstellt und nicht von der Bevölkerung sozusagen “trennt”
Welches andere Wort würdest du dir für Homosexualität bzw. Lesben und Schwule wünschen?
Oh Gott, diese Frage ist echt gut.
Ich bin der nicht so, dass ich schwul, schwule/r etc. als böses Wort ansehe, ich erwarte nur die Toleranz die wir verdienen, da macht ein Wort kein Unterschied.
Hast du Tipps für das Coming-out ? *Ich persönlich finde dieses Wort so schrecklich und unpassend! Schließlich gibt es das für Heteros nicht, dieses Wort*
Sei immer du selbst und steh zu dem wer du bist und versteck dich nicht, denn heut zu Tage ist schwul sein keine Schande mehr! Man wird überrascht sein wie die Leute reagieren wenn sie es erfahren. Ich hatte mein “Coming Out” bei meinem Vater erst vor 2-3 Monaten, da ich mit 17 schon mal sagte “ich bin schwul” drehte er durch und die jetzige Reaktion hätte ich meinem Vater echt nicht zugetraut.

 
Für diejenigen die nicht ohne Wikipedia auskommen hier ein wenig davon:
Der Begriff „Homosexualität“ ist eine hybride Wortneubildung aus dem Jahre 1868, geprägt vom Schriftsteller Karl Maria Kertbeny (1824–1882, bürgerlich: Karl Maria Benkert) von griech. ὁμός homόs „gleich“ und lat. sexus „Geschlecht“. Gleichzeitig prägte er als Antonym den Begriff „Heterosexualität“. Richard von Krafft-Ebing sorgte ab 1886 mit seinem Werk Psychopathia sexualis für eine weite Verbreitung der Neubildungen.
Hintergrund für diese und andere Wortbildungen war, dass es in der Neuzeit bis Mitte des 19. Jahrhunderts keinen überlieferten Begriff für gleichgeschlechtliches Empfinden gab. Vier Jahre vor Kertbeny führte Karl Heinrich Ulrichs 1864 die Begriffe „Uranismus“, „Urning“ (männlich) und „Urninde“ (weiblich) ein. Zwei Jahre nach Kertbeny und noch vor dem Erscheinen der Psychopathia sexualis prägte Carl Westphal 1870 den Begriff der „conträren Sexualempfindung“. Alle drei Begriffe wurden je nach Vorliebe verwendet. Magnus Hirschfeld berichtet 1914, dass sich der Begriff „Homosexualität“ durchgesetzt hat.
Homosexuelles Verhalten, homosexuelles Begehren und die Sexuelle Identität fallen nicht zwingend zusammen und werden deshalb in der Forschung unterschieden. In der Umgangssprache werden diese Aspekte jedoch häufig vermischt oder miteinander gleichgesetzt. Sexuelle Handlungen zwischen Männern und zwischen Frauen wurden in verschiedenen Epochen und Kulturen ganz unterschiedlich behandelt: teils befürwortet und toleriert, teils untersagt und verfolgt. Eine besondere Rolle spielen dabei die drei Abrahamitischen Weltreligionen, deren Schriftgelehrte den sexuellen Verkehr zwischen Männern auf der Basis von Bibel, Tora und Koran in der Regel als Sünde betrachteten, auch wenn liberale Strömungen mit dieser exegetischen Tradition heute zunehmend brechen.
Gleichgeschlechtliche Liebe und Lust sind in allen Gesellschaften und historischen Epochen durch entsprechende Quellen nachweisbar. Dagegen gilt die Entstehung der sexuellen Identität – im Sinne einer klaren Festlegung des Individuums auf eine bestimmte sexuelle Orientierung – heute als das Resultat von Entwicklungen der modernen Gesellschaft. Diese setzten ungefähr im 18. Jahrhundert unserer Zeitrechnung ein und umfassen Aspekte wie das Städtewachstum, die Bürokratisierung und die kapitalistische Versachlichung sozialer Beziehungen.Parallel zur Herausbildung heterosexistischer Normen in der Mehrheitsgesellschaft entstanden nach und nach in fast allen europäischen Metropolen abgegrenzte „schwule“ Subkulturen, deren Angehörige schon bald zum Gegenstand polizeilicher Überwachung, staatlicher Verfolgung, krimineller Erpressung und teilweise auch gewaltsamer Übergriffe wurden.
Die erste fundierte Verteidigung der Homosexualität schrieb mit Eros. Die Männerliebe der Griechen (1. Band 1836, 2. Band 1838) der Schweizer Modist und Tuchhändler Heinrich Hössli. Er begründete diese mit seiner Überzeugung, dass diese Veranlagung angeboren sei. Der Begriff Homosexualität wurde 1869 durch den österreichisch-ungarischen Schriftsteller Karl Maria Benkert (Pseudonym: Karl Maria Kertbeny) erfunden. Zuvor hatte Karl Heinrich Ulrichs (* 1825) die Begriffe Uranismus (bzw. Urning für männlicher Homosexueller; Urninde für weibliche Homosexuelle) verwendet und bekannt gemacht. Ulrichs forderte 1867 erstmals öffentlich – auf dem deutschen Juristentag in München vor 500 Mitgliedern – die Straflosigkeit homosexueller Handlungen. Es gab tumultartige Szenen, in denen seine Rede unterging.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t)

 

Welche Erklärung gefällt dir besser?

 

 

Blogfahrplan
01.02. ~ Tag 1 – Violett ohne Ende ~ Katis-Buecherwelt
02.02. ~ Tag 2 – Jule Schweitzer & Ewa Bogacz ~ Janines Bücherwelt
03.02. ~Tag 3 – Roadtrip quer durch Hamburg ~ Buechersalat
04.02. ~ Tag 4 – Homosexualität ~ Buchreisender
05.02. ~ Tag 5 – Vertrauensmissbrauch ~ Buchtempel
06.02. ~ Tag 6 – Gewinnspiel ~ Mein Leben
Gewinnspiel

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Gewinne:
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  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 6.2.2016 um 23:59 Uhr.

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