Blogtour Die Holunderschwestern – Das kann Holunder –

Blogtour Die Holunderschwestern – Das kann Holunder –

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Herzlich willkommen zur Blogtour zu dem Buch “Die Holunderschwestern” von Teresa Simon.
Wir möchten heute gemeinsam starten indem wir Euch darüber berichten was Holunder alles kann.

 

Das kann Holunder

 

Holunder (Sambucus nigra)

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Der Holunderbusch wächst besonders gerne in der Nähe von Behausungen, daher ist es meistens recht einfach, ihn zu finden. Von Mai bis Ende Juni entfaltet er seine weissen Blüten-Dolden, die weithin duften.

Als Tee werden seine Blüten gerne für Schwitzkuren bei Fieber und Erkältung eingesetzt.

Die schwarzen Holunderbeeren sind sehr Vitamin C haltig und können als Saft, Mus oder Marmelade eingenommen werden.

Im Volksglauben hausen die guten Hausgeister in Holunder-Bäumen, daher überlegt sich der abergläubische Landbewohner ganz genau, ob er einen Holunder fällen soll oder nicht.

Da der Holunder innerhalb weniger Jahre sehr gross werden kann (bis zu 7 m Höhe und sehr breit), nimmt er im Garten oft sehr viel Platz ein, darum kommt man um das Fällen eines Holunders manchmal kaum herum, vor allem wenn mehrere Holunder im Garten wachsen.
Der schwarze Holunder ist in Mitteleuropa heimisch.
Er ist eine häufige Pflanze.
Der Holunder ist ein Strauch oder Baum, der ca. 7 m hoch werden kann und häufig sehr buschig und breit ist.
Sehr gerne wächst der Holunder in der Nähe von Häusern. Oft schmiegt er sich richtiggehend an die Häuser an.
Die Rinde der Stämme und Äste ist warzig und riecht leicht unangenehm. Die Zweige sind hohl und enthalten ein weiches Mark. Daher sind Holunderzweige auch zum Bauen von einfachen Flöten beliebt.
Die Blätter sind unpaarig gefiedert.
Zwischen Mai und Juli blühen die grossen weiss-gelblichen Blüten in Trugdolden. Sie duften fruchtig-würzig mit dem unverwechselbaren Holunder-Aroma.
Im Spätsommer bis Herbst reifen die Blüten zu schwarzen Beeren heran.

Achtung! Roh sind die Beeren leicht giftig. Auch die Blätter, Zweige und Rinde sind leicht giftig.
Holunder – Geschichte

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Der Holunder spielte schon vor Jahrtausenden eine wichtige Rolle in der Heilkunde.

Schon Hippokrates aus Griechenland, der 460-377 v. Chr. lebte pries die Heilkraft des Holunders. Er nannte ihn gar einen Medizinschrank. Gegen Verstopfung, Wassersucht und Frauenbeschwerden wurde der Holunder von Hippokrates empfohlen, Anwendungen, die auch heute noch für den Holunder typisch sind.
Auch Theophrastus von Eresos, Plinius der Ältere und Dioskurides beschrieben und würdigten den Holunder.
Nördlich der Alpen galt der Holunder den Kelten und Germanen als heiliger Baum, der die Göttin verkörperte. Im Holunder sollten die guten Hausgeister wohnen und das Haus und seine Bewohner vor Schaden bewahren.
Daher sollte man den Holunder auch weder beschneiden noch fällen, denn durch die Entfernung des Holunders beraubte man die guten Hausgeister ihrer Wohnstätte.
Wenn sich das Fällen eines Holunders nicht vermeiden liess, musste man ihn mit folgenden Worten um Verzeihung bitten:

“Frau Ellhorn, gib mir von deinem Holz, so will ich dir auch von meinem geben, wenn es wächst im Walde.”

Nur Witwen und Waisen waren angeblich in der Lage, ungestraft Holunderholz zu schneiden, denn sie waren sowieso schon vom Tod gezeichnet.
Ausser zu Heilzwecken wurde der Holunder auch zu zahlreichen magischen Zwecken verwendet.

Daher erstaunt es kaum, dass der Holunder im Rahmen der Christianisierung etwas in Verruf geriet. Aus dem heiligen Baum wurde plötzlich ein Baum des Teufels. So schrieb auch Hildegard von Bingen, dass der Holunder kaum zur Anwendung beim Menschen tauge.
Andere Heilkundige des Mittelalters und der Neuzeit liessen sich von theologischen Vorbehalten weniger abschrecken und empfahlen den Holunder aufgrund seiner vielfältigen Heilfähigkeiten.

Zu ihnen gehört Thomas von Aquin, Otto Brunfels, Hieronymus Bock, Paracelsus und Leonhart Fuchs (alle zwischen 1200 und 1600 n. Chr.).

Leonhart Fuchs schreibt unter anderem:

“Die jungen Dolden und Bletter gleich wie andere Kreüter gesotten, und in der Speiß genossen, treiben aus den Rotz, Pituitam genannt, und die Gallen. Die Wurzel in Wein gesotten, und in der Speiss genossen, ist den Wassersüchtigen seer gut, dan sie treibt gewaltig das Wasser aus dem Leib.

Auch Sebastian Kneipp, Maria Treben und andere Kräuterkundige der Neuzeit schätzen den Holunder sehr.

 

Holunder – Magische Verwendung

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Der Holunder war früher der Frau Holle geweiht, die ein Aspekt der heidnischen Göttin ist.

Manche sagen auch, der Name “Holunder” hätte seinen Ursprung bei der Frau Holle, aber Linguisten widersprechen dieser Vorstellung.

Frau Holle ist den Meisten aus dem gleichnamigen Märchen bekannt. Das gepeinigte Mädchen springt in einen Brunnen und findet dort eine blühende Landschaft, wo sie auf Frau Holle trifft. Das Mädchen hilft Frau Holle bei der Arbeit und wird dafür reich belohnt. In diesem Märchen lernt man Frau Holle als freundliche, ältere Frau kennen, die den Menschen auf der Erde den Schnee bringt.

Einerseits ist Frau Holle die freundliche, holde Göttin, sie steht aber auch für den Winter und den Schnee. Unter diesem Aspekt wird Frau Holle auch manchmal Perchtha genannt, das ist sozusagen die Wintergöttin.

Bei soviel göttlicher Nähe wundert es nicht, dass der Holunder auch viel für magische Zwecke eingesetzt wurde.

In Österreich und Süddeutschland wurden Hautkrankheiten des Viehs durch einen Sympathiezauber mit Holunder behandelt. Dazu wurden bei Sonnenuntergang drei Triebe des Holunders abgebrochen. Dabei rief man den Namen des kranken Tiers. Die Holundertriebe hängte man in den Kamin und liess sie verdorren. Sobald die Triebe verdorrt waren, sollte auch die Hautkrankheit geheilt sein.

An die Zweige des Holunders wurden früher eitrige Wundverbände gehängt, in der Hoffnung, dass der Holunder die Krankheit in die Unterwelt ableiten würde.

Junge Mädchen schüttelten am 3. Juli, dem Thomas-Tag, einen Holunderbusch während des Abendläutens kräftig durch. Die Richtung aus der der nächste Hund bellte, sei auch die Richtung aus der der spätere Ehemann des Mädchens kommen würde.

In Schweden heisst es, dass man den Elfenkönig und sein Gefolge sehen kann, wenn man sich bei Sonnenuntergang in der Mittsommernacht unter einen Holunderbaum setzt.

In Nordeuropa wurden Verstorbene noch vor gar nicht allzu langer Zeit auf Holunderzweige gebettet.
(Quelle: http://www.heilkraeuter.de/lexikon/holunder.htm)

 

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(Foto Quelle:http://www.heilkraeuter.de/lexikon/holunder/fotos.htm)

 

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Mona: Holunderbeeren Gelee
Holunderbeeren (Menge nach Bedarf) Waschen und in einen Topf geben (abzupfen nicht nötig) etwas Wasser dazu geben und kochen lassen, solange bis es schön breiig ist. Viel rühren, damit es nicht anbrennt.
Dann alles durch ein Sieb abseihen. 750 ml Holunderbeerensaft abkühlen lassen und dann mit 500 g Gelierzucker (2:1) mischen. Das ganze aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 4 – 8 Min kochen lassen. Am besten nach 4 Minuten einen Essloffel voll auf einen kleinen Teller geben und schauen ob das ganze geliert.
Ich gebe das heiße Gelee gleich in Gläser, mache sie randvoll und verschließe sie. So ist das Gelee gleich eingeweckt und schmeckt sehr gut auf Brot oder Brötchen.

 
Martina: Holunder Hugo
2 cl Holunderblütensirup
100 ml Prosecco
50 ml Sodawasser oder Mineralwasser
2 frische Minzblätter
1Limette
1-2 Eiswürfel

Zubereitung:
1. Eiswürfel in ein langstieliges Weißweinglas geben.
2. Mit den Minzblättern das Glas ausreiben – dadurch öffnen sich die Poren und das Aroma tritt besser aus- die Blätter zwischen die Eiswürfel.
3. Limette (gewaschen) in 4tel oder 8tel teilen (je nach Geschmack) und leicht andrücken, dann ins Glas hinzu.
4. Im nächsten Schritt zuerst den Holunderblütensirup ins Glas, darauf das Soda- bzw. Mineralwasser und zum Schluss den Prosecco hinzufügen.

 
Tamara: Holunderlikör nach Mamas Rezept
Zutaten:
1 Liter Saft (Holundersaft, 100%)
1 kg Zucker
Den Saft einer Zitrone
4 Pck. Vanillezucker
1 Flasche Rum (54%, 750ml)

Zubereitung:
Holundersaft kurz aufkochen lassen und dann unter Rühren den Zucker und Vanillezucker auflösen. Dann den Zitronensaft hinzugeben und den Rum in den noch warmen Saft geben.
Nun lasst ihr den Likör gut auskühlen und könnt ihn in Fläschchen füllen. Er müsste sich ca ein Jahr lang aufbewahren lassen.
Viel Spaß beim Nachmachen

 
Sonja: Holunderblüten-Joghurt-Eis mit Zitronenminze

Zutaten:
6 Holunderblütendolden
1 Limette
50 ml Apfelsaft
2 EL flüssiger Honig
300 g Joghurt (1,5 % Fett)
150 ml Kochsahne (15 % Fett)
1 EL Puderzucker (10 g)
1 Blatt weiße Gelatine
flüssiger Süßstoff nach Belieben
2 Stiele Zitronenminze
Zubereitung:
Holunderblütendolden gut ausschütteln, um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen. Stiele mit einer Küchenschere abschneiden.
Blütendolden in eine Schüssel geben. Limette halbieren, auspressen und den Saft über die Blüten gießen.
Apfelsaft und Honig zufügen und alles gut mischen. Einen Teller in passender Größe so in die Schüssel legen, dass er die Blüten ganz bedeckt. Mit 2 Konservendosen beschweren und bei Zimmertemperatur über Nacht durchziehen lassen.
Ein feines Sieb mit festem Küchenpapier auslegen und über eine weitere Schüssel hängen. Blütendolden und Flüssigkeit in das Sieb geben und gut ausdrücken.
Joghurt und Kochsahne zur durchgesiebten Flüssigkeit geben. Puderzucker zugeben und alles mit einem Schneebesen glattrühren.
Gelatine nach Packungsanleitung in kaltem Wasser einweichen. Tropfnass in einen kleinen Topf geben und unter Rühren bei kleiner Hitze auflösen. Vom Herd nehmen und 2 EL der Joghurtsahne mit einem Schneebesen unterrühren.
Diese Mischung unter die restliche Joghurtmasse rühren und nach Belieben mit etwas Süßstoff nachsüßen.
Die Zitronenminze waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen, feinhacken und unterheben.
In eine Eismaschine geben und (je nach Modell) 20-40 Minuten gefrieren lassen.
(Ich habe das Originalrezept von Eatsmarter seit Jahren in dieser Abwandlung. Hier findest du das Originalrezept: http://eatsmarter.de/rezepte/holunderblueten-joghurt-eis)

 
Desiree: Holunder Limonade
Man braucht:
5 Liter Wasser
15 Holunderblütendolden
500 g Zucker
1/2 Tasse Essig, einfacher
1 Zitrone(n)
Alle Zutaten werden in einem großen Topf verrührt. 24 Stunden ziehen lassen und abseihen. In Flaschen füllen und kühl aufbewahren. Innerhalb 1 Woche genießen, danach gärt die Limonade.
Oder
Sirup zum verdünnen mit Wasser nachträglich
4 Hand voll Holunderblüte
400 g Zucker
2 Zitronen
1
Holunderblüten waschen und trocken schütteln. Zitronen heiß abwaschen und in Scheiben schneiden.
2
Zucker mit 2 l Wasser langsam unter Rühren aufkochen und auflösen lassen.
3
Anschließend abkühlen lassen, Holunderblüten und Zitronenscheiben zugeben und in ein großes Glas oder Einmachglas füllen.
4
Zum Trinken mit kaltem Wasser oder Mineralwasser nach Geschmack verdünnen.

 

 

 

Gewinnspiel

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Tagesfrage: Verrate uns dein Lieblings- Holunder-Rezept!

Gewinn

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Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele:
*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 22.08.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
*Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht

 

Blogtourfahrplan

14.08 Das kann Holunder -Alle Blogs-

15.08 Aufbruch nach München Mone

16.08 Fanny’s Tagebuch Tamara

17.08 Münchener Zeitreise Desiree

18.08 Künstlertreffen hier bei mir

19.08 Kulinarische Erinnerungen Martina

 

7 Kommentare

  1. Guten Morgen, vielen dank für deine Ideen. Ich muss sagen, ich habe kein Lieblings Rezept mit Holunder, ich genieße ihn aber als Tee sehr. Ich habe das Buch schon länger im Auge und freue mich über diese Blogtour 😉 LG Julia

  2. Hallo ,

    vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag .
    Ich habe kein Lieblings Rezept aber als Kind habe
    ich gern Marmelade gegessen.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )

  3. Hallo,

    ich mag gerne – wenn es denn mal endlich heiiß werden sollte – Holunderblütensirup in Mineralwasser, mit einem Eiswürfel. Oder in der kalten Jahreszeit gerne Holunderlikör.
    Danke für die vielen Rezepte.

    lg, Jutta

  4. Ich mag Holunder total !!
    Marmelade und Saft habe ich schon aus ihm gemacht , lecker ! Meine Tante hatte , wo ich noch ganz klein war , immer Suppe aus Holunder gekocht und die fand ich auch immer sehr lecker 🙂
    liebe grüße dajana

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