Wenn freche Wölfe Nebel pupsen – Autoreninterview

Wenn freche Wölfe Nebel pupsen Autoreninterview

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Nachdem ich das Kinderbuch „Wenn freche Wölfe Nebel pupsen“ vorablesen durfte und der Termin der Veröffentlichung langsam näher rückt, hatte ich die tolle Gelegenheit die Macher von Stups und Moni zu einem Interview zu bitten…

 

 

Hallo Enya, hallo Victoria, hallo Hanspeter. Demnächst erscheint euer Kinderbuch „Wenn freche Wölfe Nebel pupsen“.
Erzählt doch bitte, wie es zu eurer Zusammenarbeit kam.

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Eine Idee war in Victorias Kopf geboren, und sie begann, ihre Gedanken zu notieren. Dann las sie mir den Anfang vor, fragte mich, ob ich Lust hätte mitzuschreiben. Ich fand die Idee toll, ein Kinderbuch zu erstellen, das für Kids gleichermaßen lustig und spannend ist, nicht den üblichen Klischees von Fantasy folgt und in dem die alten Grimms Märchen einen Platz haben.

 

Victoria:
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Enya und ich haben im vergangenen Jahr ein erstes gemeinsames Buch geschrieben: Das Murmelglas
http://www.amazon.de/Das-Murmelglas-…/…/ref=tmm_pap_title_0…
Die Zusammenarbeit war sehr fruchtbar, und ich wusste, sie würde es auch diesmal sein.
Also machten wir uns ans Werk, und die Abenteuer von Stups und Moni entstanden.
Nun brauchten wir noch jemanden, der bereit war, unsere Ideen in Bilder umzusetzen. Da fiel mir sofort der Künstler und Illustrator Peter Ludwig ein.

 

 

Hanspeter:
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Ja. Victoria hat sich im August 2014 an mich gewandt mit der Frage, ob ich ein Kinderbuch illustrieren würde – für mich eine völlig neue Herausforderung. Die Geschichte hat mich überzeugt. Deshalb bot ich den Autorinnen an, ein gemeinsames Projekt aus dem Kinderbuch zu machen.

 

 

Worum geht es in eurem Buch?

Victoria:
Es ist die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft.
Stups ist ein besonderer kleiner Wolf. Aber seine Brüder sehen das anders und ärgern ihn oft.
Er trifft eines Tages das Menschenkind Moni. Das hat sich verirrt und weiß nicht einmal, wer seine Eltern sind. Nur an die Märchen, die ihm seine Großmutter erzählt hat, erinnert sich das Kind.
Obwohl ihm die Wolfseltern jeden Kontakt zu den Menschen verboten haben, nimmt Stups den kleinen Jungen mit zum Rudel. Als Moni dann auch noch bleiben darf, ist Stups der glücklichste Wolf der Welt. Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Doch dann geht alles schief. Nicht nur, dass der Wolf seine Prüfung in der Wolfsschule vermasselt – gemeinsam müssen die Freunde ansehen, wie das Wolfsrudel entführt wird. Verzweifelt machen sich die beiden auf die Suche. Was sie dabei erleben, ist abenteuerlich, spannend und oft auch lustig.

 
Der Titel macht neugierig. Welche Bewandtnis hat es damit?
Victoria:
Der Titel bezieht sich auf die oben erwähnte Wolfsprüfung. Stups hat eine Idee, wie er sich beweisen kann. Doch leider geht das schief. Auch das Cover beschreibt diese Szene.

 

 

Als ich das Buch anschaute, ist mir aufgefallen, dass es aufwendig illustriert ist. Ungewöhnlich in dieser Anzahl und Ausführlichkeit.
Hanspeter, du hast gesagt, dass die Bilder für dich eine Herausforderung waren. Warum?

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Hanspeter:
Vor allem, weil von Anfang an klar war, dass ich mit computergenerierter Colorierung bei Stups & Moni nicht weiterkommen würde. Ich musste wieder auf die gute alte Aquarelltechnik zurückgreifen – nur hatte ich die seit Jahren nicht mehr eingesetzt. Allerdings war auch der ursprüngliche Veröffentlichungstermin eine echte Herausforderung. 19 seitenfüllende Illus und einige kleinere Skizzen in zwei Monaten, eine Technik, in der ich seit Jahren nicht mehr gearbeitet hatte und mein eigener Anspruch an die Qualität waren insofern eine mächtige Herausforderung.

 
In dem Buch werden viele Märchen der Gebrüder Grimm erwähnt. Was beabsichtigt ihr damit?

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Enya:
Wir möchten die alten Märchen wieder zum Leben erwecken, denn sie haben für Kinder eine besondere Bedeutung. In frühem Alter sind sie fasziniert von einer mystischen Welt, da ihr Denken in ebenso mystisch ist. Alles, was noch nicht rational erklärbar ist, wird magisch gefüllt. Gegensätze von „Gut“ und „Böse“, die Auflösung dieser Spannung, liefern den Kindern Orientierung und Projektionsfläche für eigene Ängste.
Eltern lesen ihren Kindern Märchen vor, erzählen sie im Idealfall. Mit unserem Buch hoffen wir, dass die Erwachsenen gemeinsam mit ihren Kindern Spaß haben und durch die Erwähnung der Märchen in diese magische Welt eintauchen.

 
Für welches Alter ist euer Buch gedacht?

Enya:

Das Buch kann schon mit unterstützenden Erklärungen den Vier- bis Sechsjährigen vorgelesen werden. Wir meinen, ab acht Jahren können Kinder das Buch – je nach Lesevermögen – selbst lesen.
Wir meinen zudem, dass unsere Geschichte als Lektüre mit entsprechender didaktisch-methodischer Aufbereitung auch in der Grundschule einen Platz findet, eventuell nach einer Märcheneinheit. Hier können die Kinder tiefer eindringen und selbst kreativ werden, z.B. durch entsprechende Schreibaufgaben.

 
Der Maverick-Verlag veröffentlicht euer Buch. Das ist der neugegründete Verlag von dir, Hanspeter. Wie kam es dazu?
Zum Verlag? Nachdem ich inzwischen über 10 Jahre als Buchgestalter und Illustrator im Verlagswesen arbeite, war der Schritt eigentlich überfällig. Ich hatte seitdem ich 16 war immer wieder Comic-Fanzines herausgegeben. Teilweise sogar in ziemlichen Auflagen. 1994–1998 war ich zuletzt als Herausgeber & Verleger aktiv, damals war ich V.i.S.d.P. bei einem anzeigenfinanzierten Comicmagazin namens »The Kainsmal«, das in Gießen, Marburg und Wetzlar kostenlos verteilt wurde. Seitdem habe ich immer wieder damit gehadert, keinen eigenen Verlag zu haben. Material hätte ich gehabt, Ideen auch, nur war ich über Jahre zu sehr mit Arbeit eingedeckt, um eigene Projekte voranzutreiben. 2014 war nun der Punkt gekommen, wo ich – ausgelöst durch ein Zeitungsinterview – endlich den Entschluss fasste, wieder verlegerisch Tätig zu werden. Seit Oktober ist der Verlag angemeldet, und die Verlagspage geht Ende Februar 2015 ins Netz.

 

Auf dem Cover, ergänzend zum Buchtitel, lese ich: Die Abenteuer von Stups und Moni. 

Sind weitere Abenteuer geplant?
Victoria:
Aber ja. Einige Abenteuer sind schon in unseren Köpfen. Aber dort müssen sie erst einmal wachsen und reifen …

 
Vielen Dank für das Interview.

 

 

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Meine Rezension zu „Wenn freche Wölfe Nebel pupsen“ erscheint am 04.03.2015

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