Was man von hier aus sehen kann – Rezension –

Was man von hier aus sehen kann – Rezension

 

 

 

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (18. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3832198393
ISBN-13: 978-3832198398

 

 

 

 

 

 

Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

 

 

Mein Fazit

 

„Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky ist eindeutig anders! So anders das ich zu Beginn des Buches leichte Schwierigkeiten hatte mit dem Schreibstil der Autorin zurecht zu kommen. Mariana Leky verwendet in diesem Buch teilweise sehr sehr lange Sätze, diese können auch mal eben kurz eine halbe Buchseite einnehmen. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, befand ich mich inmitten einer der wunderbarsten und liebenswertesten Geschichten seit langem.

 

Die Protagonisten sind bisweilen mehr wie skuril und haben ihre ganz eigenen Ansichten und liebvolle Eigenarten. Es sind diese kleinen Macken, die sie vielleicht nicht für jeden Leser zugänglich machen, hat der Leser allerdings den Zugang gefunden sind sie einfach nur ein Blick in die eigene Seele. Denn wer kennt sie nicht die täglichen mehr oder weniger kleinen Aufsitzer , Rempler und die fiesen kleinen niemals aufhören wollenden Stimmen in einem.
Auch der Blick auf die kleinen ‚Geheimnisse‘ was gegen was hilft war wie ein Blick in längst vergessene Zeiten.

 

*Ein Dieb bringt gestohlenes Gut zurück, wenn man Friedhofserde in der Pfanne brät*

*Tote Mäuse helfen bei Augenleiden*

 

 

Immer wenn Sela von einem Okapi träumt stirbt in den nächsten 24 Stunden ein Bewohner des Dorfes. Doch der Tod kann sich auch mal verspäten und passiert es dass er auch bis zu 26 Stunden für seinen Besuch braucht. Wer von ihm besucht wird, weiß niemand.

 

„Was man von hier aus sehen kann“ ist die Geschichte von Selma, dem Optiker, Elsbeth – die Schwägerin von Selma, Luise, Luises Vater und Frederik dem buddhistischen Mönch. Es ist aber auch die Geschichte um Leben und Liebe ganz besonders aber die Geschichte um *mehr Welt herein lassen*

 

Schau doch mal in die Leseprobe um *mehr Welt herein zulassen*

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