Tödliche Hetzjagd

Tödliche Hetzjagd

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Taschenbuch: 244 Seiten
Verlag: Krischak-Verlag; Auflage: 1 (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981565371
ISBN-13: 978-3981565379

 

 

 

 

 

 

Plötzlich sieht eine Frau rot und verändert sich von der einen auf die andere Sekunde. Aus einer braven Mutter, die alleine ihr Kind aufgezogen hat, wird eine Bestie. Die Art und Weise, wie sie ihr Opfer ins Jenseits befördert hat, erinnert Dennis Winkler und sein Team von der Kripo in Meppen ans Mittelalter.
Im Zuge der Ermittlungen wird Winkler ein Ultimatum gestellt. Er soll den ›Affenmann‹ finden, der vor 20 Jahren drei Frauen im Emsland brutal vergewaltigt hat und nicht gefasst wurde. 48 Stunden haben die Ermittler Zeit, die Männlichkeit des neuen Opfers zu retten. Es beginnt eine Jagd, bei der Jäger zu Gejagten werden.

 

Nach den Romanen „Brautmorde“, „Fahrstunde in den Tod“ und „Der Augenblick des Todes“ ist dies der vierte Emsland-Krimi des Autors Detlef Krischak.

Für mich persönlich ein ganz besonderer Autor. Denn er lebt und schreibt in meiner Heimatstadt Ibbenbüren. Als ich vor einigen Monaten einen Artikel in der Tageszeitung las war für mich klar, das muss ich lesen und nun ist es soweit. Hier ist mein Fazit zu dem 4. Emsland-Krimi „Tödliche Hetzjagd“ von Detlef Krischak.
Erst war ich etwas schockiert über die detailreichen Beschreiben in dem Krimi, aber je mehr ich las umso passender und elementarer stellte sich genau diese Form dar. Es sind Stellen wie diese, von dem das Buch lebt.

Der Tote saß breitbeinig mit heruntergelassener Hose und Unterhose auf einem
blassgrauen Sofa, deren Farbe der seiner Hautfarbe glich. An den Füßen trug er schwarze
Strümpfe, die bis zu den Knien hochgezogen waren. Die Füße steckten in einer Lache
geronnenen Blutes.
Die blutigen Hände in seinem Schoß verdeckten nur teilweise eine riesige Wunde, mehr
ein klaffendes Loch.

 

Auch die typisch westfälische Art blitzt immer wieder durch und verleiht einen eigenen Scharm. Ich finde diese Textstelle zeigt es ganz deutlich:

Ihre Kaltblütigkeit und Brutalität überraschten sie. Noch nie im Leben hatte sie Gewalt
gegen einen Menschen verübt. Keiner Fliege konnte sie etwas antun. Und nun? Sie hatte
ihn förmlich abgeschlachtet und im Wohnzimmer sah es auch so aus, als ob ein
Schlachtfest stattgefunden hätte.
Jetzt, da ihr Puls sich beruhigt hatte, entspannte sich auch ihr Körper. Sie ließ ihren
Gedanken freien Lauf. Das, was sie wie im Rausch mit ihm angestellt hatte, lief nun wie
ein Film vor ihrem geistigen Auge ab.

 

Ebenso faszinierend ist die Tatsache, dass „Tödliche Hetzjagd“ im eigentlich so beschaulichen Emsland spielt, wo angeblich nur plattes Land und Kühe geben soll. Die Tatsache das es quasi um die Ecke liegt verleiht mir als regionalen Leser ein ganz besonderes Gefühl.

 

Abschließend kann ich ruhigen Gewissens sagen, ich bin beeindruckt und möchte mehr lesen. Mehr aus dieser Gegend und noch viel mehr die Wort und Bild gewaltigen Krimis. Es gibt zwar vielerlei Krimis, aber wenn es einer aus der Heimat ist, ist dies etwas ganz Besonderes.

 
Über den Autor:
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Detlef Krischak, Jahrgang 1954 und gebürtiger Gelsenkirchener, wohnte von 1987 bis 2015 mit seiner Frau in Lingen. Seit August 2015 lebt er wieder in seiner alten Heimat Ibbenbüren.

 

 

 

Nachdem die drei erwachsenen Kinder das Haus verlassen hatten und ihre eigenen Wege gingen, suchte der pensionierte Bundeswehroffizier und Führerscheinprüfer beim TÜV Nord nach einem anspruchsvollen Hobby. Der passionierte Vielleser ließ sich durch die Romane der Autoren Stieg Larsson und Jussi Adler Olsen inspirieren und begann 2010 Krimis zu schreiben.

Auf Anraten vieler heimischer Leser schuf er die Reihe Emsland-Krimi. Der erste Roman dieser Reihe mit dem Titel „Brautmorde“ wurde 2012 veröffentlicht. Er fand auch außerhalb des Emslandes viele Leser.

Im Dezember 2013 folgte der zweite Emsland-Krimi „Fahrstunde in den Tod“. In diesem Roman lässt er seine Erlebnisse aus der Zeit als Fahrprüfer einfließen. Mit seinem dritten Roman, der in Lingen zurzeit des Abifestivals spielt, veröffentlichte er im Spätherbst 2014 den Regionalkrimi „Der Augenblick des Todes“, der nahtlos an die ersten Erfolge anschloss und große Beachtung bei seinen Lesern und in den heimischen Medien fand.

Mittlerweile hat er sich mit seiner Reihe nicht nur im Emsland als Krimi-Autor etabliert. Mehr als 23000 Leser hat er bisher mit seinen Romanen erreicht. Der vierte Krimi der Reihe mit dem Titel „Tödliche Hetzjagd“ wird ab Herbst 2015 an den Erfolg anknüpfen.

Auf der Autoren-Homepage unter www.detlef.krischak.de finden Sie weitere Informationen zum Autor und seinen Büchern.

3 Kommentare

  1. Vielen Dank, liebe Sonja, für die Vorstellung meines vierten Emsland-Krimis und die netten Worte!
    Seit zwei Monaten arbeite ich am fünften Teil der Reihe. Und daran, den Emsland-Krimi zu einem Tecklenburger-Land-Krimi werden zu lassen. Die Handlung des neuen Romans beginnt in Lingen und endet in Ibbenbüren. Da ich nun wieder in meiner alten Heimat wohne, möchte ich eine neue Reihe mit regionalen Kriminalromanen erschaffen. Viele Ideen schwirren in meinem Kopf herum, es gibt hier sehr schöne Spielorte, ideal für einen Krimi. Der fünfte Roman, in dem geht es übrigens nicht so blutig zu, wird voraussichtlich im Spätsommer veröffentlicht. Handlungsorte sind u.a. Hopsten und natürlich auch Ibbenbüren. Über eine neue, heimatliche Leserschaft würde ich mich riesig freuen.

    Liebe Grüße
    Detlef Krischak

  2. Das Buch scheint sehr gut zu sein. Dieser Stil gefällt mir – Haut im Gesicht so grau wie die Farbe des Sofas. Du hast es sehr gut vorgestellt und mich neugierig gemacht.
    Ich gehe einmal davon aus, dass es sich um keinen Fortsetzungs-Roman handelt?

    Liebe Grüße
    Sabine

  3. Hallo Sabine!
    Jeder der vier Emsland-Krimis ist in sich geschlossen, hat eine eigene Story. Nur das Team der Kripo bleibt in den Romanen das gleiche. Viel Vergnügen beim Lesen (wenn es dazu kommt). 😊

    Liebe Grüße
    Detlef

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