Super unkühl, Alter!

Super unkühl, Alter!

 

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Broschiert: 256 Seiten
Verlag: cbj (28. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570171531
ISBN-13: 978-3570171530
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

 

 

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Ein Buch wie ein Film – voll korrekt, ey!

Mit 16 sollte das Leben so richtig cool werden, findet Memo. Da passt die Offenbarung, dass der Mann, den er sein Leben lang für seinen Vater gehalten hat, gar nicht sein leiblicher Vater ist, absolut nicht ins Drehbuch. Sein Vater ist Türke und obendrein Lehrer – uncooler geht’s ja wohl nicht! Memo will wissen, was für ein Typ sein Erzeuger so ist, und stattet dessen Schule einen Besuch ab. Er schleicht sich in den Sportunterricht seines Vaters, wo ihn der nächste Schock erwartet, denn Atilla sitzt im Rollstuhl. Und auf den Unterricht des Rollstuhl-Paukers hat die Truppe um King Kongo, die dicke Gigi und Karate-Paul mal gar keinen Bock. Von wegen cooles Leben, denkt Memo, das ist reinstes Assi-TV und alles so was von unkühl, Alter!

 

 

 

Bei dem Cover passt der Titel des Buches leider. Es ist Super unkühl, Alter! . Es mag zwar altersgerecht sein, aber das Cover allein spricht mich nicht so sehr an, dafür aber ist der Titel ansprechend und die Beschreibung des Buches auf der Rückseite macht neugierig.

 

Michael, genannt Memo lebt mit seinen Eltern in Hamburg. Memo ist fast 16 Jahre alt und führt eigentlich ein ganz normales Leben. Täglich trifft er sich mit seinem besten Freund Bobo und jobbt bei Mercedes als Autowäscher. Seine Freundin ist leider nach Neuseeland ausgewandert und so können sie nur Kontakt per Skype und SMS halten. Neben seiner Leidenschaft zum Longboard fahren hat Memo noch eine weitere Leidenschaft. Er steht total auf Musik, aber nicht von CD oder als Download, nein, es muss schon von Vinyl sein. Memo ist der Meinung, dass dieses Knistern einfach ein besseres Hörgefühl gibt. Diesen Aspekt finde ich sehr beachtenswert, denn wer von den Jugendlichen und Kids weiß heute noch, dass es Musik auch auf Schallplatte gibt, obwohl dies -endlich- wieder voll im Trend liegt. Eigentlich lebt Memo in einer fast perfekten Welt.

Als er nach einer Longboard-Tour nach Hause kommt, bekommt er einen Streit seiner Eltern mit. Mit dem Satz: „Wenn er mein Sohn wäre,…“. Beginnt die schwierigste Zeit für Memo und seine Mutter und sein „Vater“ bekommen seine ganze Wut zu spüren, er schottet sich ab und lässt kein Gespräch zu. Erstmal…. hier ist Bobo derjenige der es schafft etwas Nähe zu den Eltern zu generieren.
In einem Gespräch mit seiner Mutter erfährt Memo, wer sein richtiger Vater ist und macht sich auf die Suche nach ihm. Als er herausfindet, dass sein Vater Türke ist und dazu auch Lehrer an einer Schule in der Nähe findet er es einfach nur ‚unkühl‘.

Das Bild der Schüler von dieser Schule mag zwar für ältere Leser als überspitzt wirken. Doch der Gedanke den Michael bei Gesprächen mit diesen Schülern hat ist sehr passend. Für Memo ist es wie ‚Assi-TV Live’…. Damit nicht genug, denn als Memo erfährt, dass sein Vater bei den Schülern nicht beliebt ist und warum ist es erst einmal ein weiterer Schlag. Es kommt irgendwie alles zusammen: Sein richtiger sitzt im Rollstuhl und ist ein verbittert. …
Wird Memo einen Draht zu seinem Vater finden, ihm eine Chance geben?

Zu bemerken ist, dass in dem Buch immer wieder Songtext-Zeilen auftauchen. Diese sind jeweils mit einem YouTube-Link gekennzeichnet und an mit sehr viel Gefühl platziert. Dies gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte und die Form ihrer Erzählung zieht das misslungende Cover voll raus.

 

 

Über den Autor:
Adnan Maral, geboren 1968 in Çıldır in der Türkei, lebt seit 40 Jahren in Deutschland und besitzt bis heute keinen deutschen Pass – im Gegensatz zu seinen drei in Deutschland geborenen Kindern. Maral ist Schauspieler und Kulturbotschafter im deutsch-türkischen Dialog. In dieser Funktion begleitet er Außenminister Frank-Walter Steinmeier regelmäßig nach Istanbul und ist in zahlreichen Rollen auf dem Fernsehbildschirm und der Kinoleinwand zu sehen. Zuletzt spielte er in »Türkisch für Anfänger«, »Kückückskind« und »Einmal Hans mit scharfer Soße« mit. »Super unkühl, Alter!« ist sein erstes Jugendbuch. Er lebt mit seiner Familie bei München.

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