Blogtour Im Spiegel ferner Tage Schwanger im 19. Jahrhundert

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Hallo zurück bei mir, heute darf ich Euch einwenig über das 19. Jahrhundert berichten, genauer gesagt über die Schwangerschaft in dieser Zeit.

 

Schwanger im 19. Jahrhundert

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Auch ohne viel Hintergrundwissen ist wohl jedem klar, egal ob schwanger oder nicht, das Leben im 19. Jahrhundert war für eine Frau absolut nicht leicht. Wenn eine Frau nun auch noch unehelich schwanger wurde war dies quasi schon die Katastrophe schlecht hin. Als Glücksfall war es für eine Frau mit einem unehelichen Kind anzusehen, wenn ein Mann sich ihrer erbarmte und sie mit Kind heiratete.

 
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wusste man sehr wenig über den Verlauf einer Schwangerschaft und was das Wohl des Ungeborenen anging. Eine Vielzahl von Regeln waren zu befolgen um Fehlgeburten oder Missbildungen des Kindes vorzubeugen.

 
Vielfach galten diese Regeln für Schwangere:

  • nicht mit übereinander geschlagenen Beinen zu sitzen,
  • sich nicht selbst zu frisieren,
  • Taufpatin zu sein,
  • Fleisch von verkrüppeltem Vieh zu essen
  • sich von Empfängnis und Tod in jeglicher Form fernhalten
  • kein Wasser tragen und
  • keine Wäsche aufhängen.

 

Die Liste der Verbote und Gebote war lang und nicht einfach sie alle zu beachten.
Kam es dennoch zu Fehlgeburten oder Fehlentwicklungen des Kindes, war die Erklärung schnell und einfach gefunden. Die werdende Mutter hat offenbar irgendeine Regel verletzt!

 

Allerdings gab es auch einige Gefährdungen für die werdende Mutter. Vielfach mußten die Frauen bis kurz vor und auch sehr kurz nach der Niederkunft schwere Arbeit leisten, wie z. B. Feldarbeit. Die häufigste Todesursache von Frauen im gebärfähigen Alter waren unter anderem Geburtskomplikationen und Wochenbettfieber.

 

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Jacques Gélis beschreibt in seinem Werk noch andere kuriose Beweistheorien zum Nachweis einer Schwangerschaft.
So glaubte man, dass der Gesang bestimmter Vögel die baldige Geburt eines Kindes ankündigt. Wenn der Hahn den Ruf des Kuckucks beantwortet, bedeutete dies, dass die Frau in jenem Haus schwanger ist. Ebenso verhielt es sich mit Nachvögeln, wie Eulen und Waldkäuzchen, die auf einem Baum am Haus oder auf dem Dach saßen und in die Nacht hinein riefen.

Im Périgord (Frankreich) des 19. Jahrhunderts versuchten sich die Frauen mit Hilfe von Rutengängern Gewissheit zu verschaffen. Ein Volkskundler berichtet über die Fähigkeiten eines um 1920 verstorbenen Bauern, der ein weithin berühmter Rutengänger war und behauptete, sich niemals zu täuschen, ob eine Frau schwanger war oder nicht, und dass er sogar schon zu Beginn der Schwangerschaft das Geschlecht des Kindes wusste.
( Quelle: http://de.muvs.org/topic/skurrile-geschichten-rund-um-den-schwangerschaftstest/)

 

 

Gewinnspiel

Täglich gibt es auf dem teilnehmenden Blog eine Frage zu beantworten.

Meine Gewinnfrage: Welche Mythen kennst Du was eine Schwangere nicht oder unbedingt tun sollte?

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Blogfahrplan:

29.01 Buchvorstellung mit Leseprobe
30.01 Autorenvorstellung
31.01 Sitten und Bräuche 1898 & 1932
01.02 wahre Fakten der Geschichte
02.02 Bildercollage vom Örtchen
03.02 Schwanger werden/ sein ohne Mann um 1900
04.02 Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

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