Vom Wert des Spielens für Kinder

Vom Wert des Spielens für Kinder

Die Kindheit ist zweifellos eine ganz besondere Phase im Leben eines Menschen. Das gilt für das Kind selber ebenso wie für all jene, die es begleiten und beobachten. Sie besteht aus der Zeit, die es gemeinsam mit anderen verbringt. Dem Spielen kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Zwei Autoren haben sich in zwei Büchern dieser besondern Thematik angenommen. Die Autoren der beiden Bücher betrachten diese Thematik dabei aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln.
Mit Würfelspiel und Vorlesebuch: Welchen Einfluss hat die familiäre Lernumwelt auf die kindliche Entwicklung? (Kritisch hinterfragt)

Frank Niklas beginnt als Autor seines Buches damit die Familie, ihren Aufbau und ihren unumstrittenen Wert zu beschreiben bzw. zu definieren. Familie ist, wenn man Zeit miteinander verbringt. Dabei bilden sich Charaktere, Wertvorstellungen und soziale Verhaltensweisen heraus. Das Spiel ist nach Aussage des Autors eines der besten Instrumente, um die Familienbande zu festigen und die eigene Persönlichkeit auszuprobieren sowie sich an Regeln zu gewöhnen. Er beschreibt im weiteren Verlauf seines Buches den pragmatischen Teil der Familie als Lernumfeld und beantwortet dabei die gestellte Frage, in welchem Umfang äußere Einflüsse prägen und welches Gewicht das genetische Erbgut bei der Entwicklung des Charakters mit sich bringt.
Autor: Frank Niklas
Titel: Mit Würfelspiel und Vorlesebuch: Welchen Einfluss hat die familiäre Lernumwelt auf die kindliche Entwicklung? (Kritisch hinterfragt)
1. Auflage 2014, Springer Spektrum
ISBN: 978-3642547584

 
Kindheit – aufs Spiel gesetzt: Vom Wert des Spielens für die Entwicklung des Kindes

Gabriele Pohl kommt mit ihrem Werk am Ende zwar zu einem ähnlichen Ergebnis, geht aber von einem vollständig anderen Ansatz aus. Sie legt den Focus auf das Spiel und seine differenzierten Möglichkeiten. Sie beschreibt am Anfang, dass das Kind keine Naturkatastrophe ist. Das Kind ist vielmehr ein Glück und ein Vorrecht. Diese Sichtweise zieht sich durch das gesamte Buch. Sie betrachtet, beobachtet und analysiert. Dabei schreibt sie leicht verständlich und hilft dem Leser des Buches dabei, die Bedeutung des Spiels im Verbund der Familie zu verstehen.Dabei erläutert sie auch, dass das Spiel und das Spielzeug am Ende ein Spiegel der Gesellschaft ist. Eine Übungsumgebung, in der man sich testen und erproben kann. Die Autorin zeigt auch die Effekte auf, wie das Kind mit Pokemon & Co die Sammelleidenschaft entwickeln kann. Auf diesem Weg trägt das heranwachsende Kind seine persönlichen Schätze zusammen. Diese wollen naturgemäß angemessen aufbewahrt und doch erreichbar bleiben. So kommt es zur Einrichtung einer „Schatzkiste“ unter dem Bett. Auch deren besonders wertvolle Bedeutung beleuchtet die Autorin.

Bibliographische Angaben
Autor: Gabriele Pohl
Titel: Kindheit – aufs Spiel gesetzt: Vom Wert des Spielens für die Entwicklung des Kindes
4. Auflage 2014, Springer Spektrum
ISBN: 978-3642543159

 

 

Gastartikel von…
10877375_825934550786631_1356831324_n…Frank Große ist 38 Jahre alt und Diplom-Informatiker mit psychologischer Zusatzausbildung. Seit mittlerweile vielen Jahren wirkt er als freiberuflicher Journalist/Copywriter und SEO-Experte. Gegenwärtig leitet er eine Agentur für Internet Marketing, Content und Übersetzungsdienstleistungen in Südamerika. Seine Themenschwerpunkte sind IT, Wirtschaft und Travel. Nebenthemen sind Technik im Allgemeinen, Sport und Bücher. Gedruckte Bücher lösen immer noch eine große Faszination für ihn aus, wenngleich er unterwegs seinen e-Book-Reader nicht mehr missen möchte.

Die Schamanin: Der Wanderer von Frank S. David

Die Schamanin: Der Wanderer von Frank S. David

 

cover

 

Zum Inhalt

Ohne Erinnerung und Kleider erwacht der Wanderer am Strand. Fragen über Fragen verfolgen ihn und er findet Obdach bei der Schamanin Drakatia, die seine Fähigkeiten erkennt und ihm hilft. Sie lehrt ihm, wie er die Magie des Feuers beherrschen kann und spinnt ihre eigenen Netze. Zusammen mit dem Mädchen Myrael leben die drei inmitten eines Sumpfes bis zu dem Moment, in dem Drakatia ihm eröffnet, dass sie in Kürze ein wichtiges Ritual vollziehen wird. Merkwürdige Dinge geschehen, Myrael ahnt Schlimmes und ist von Angst getrieben und der Wanderer beobachtet Absonderliches.
Drei Tage hat er Zeit und er tappt lange im Dunkeln. Doch die Wahrheit und die Folgen sind schlimmer, als er je erwartet hätte…

 

Mein Fazit:

Ganz ohne große Umschweife führt Frank S. David seine Leser direkt ins Geschehen ein. Das habe ich bei einigen anderen Bücher oftmals vermisst. Durch die Gliederung der Gedanken und Worte in Absätze sind die Geschehnisse sehr strukturierter. Ohne viel drumherum , mit der faszinierenden und seltenen Gabe erzählt Frank S. David seine Geschichte mit den richtigen und fesselnden Worten. Er schreibt sehr bildhaft, dass man das Gefühl hat ein Teil der Geschichte zu sein.

Der Wanderer … Eigenschaften wie mystisch,auffallend, nachdenklich… beschreiben den Wanderer nur, aber keine davon trifft auf ihn zu !
Zu Beginn des Buches ist der Leser genauso ahnungslos, wie der Wanderer. Doch seine Geschichte wird durch wiederkehrende Rückblicke und Einblicke in dessen Vergangenheit näher erklärt. Wodurch man als Leser immer mehr selbst zum Wanderer wird und ganz in die Geschichte eintaucht.

Es ist ein spannend geschriebener Roman , welcher fest auf einen Hintergrund aufbaut und dennoch eineschöne und kurzweilige Lesereise beschert!

„Die Schamanin“ ist die Pilotfolge einer großartigen Dark-Fantasy Reihe des neu entdecken Autors Frank S. David.

 

 

Über den Autor
Frank S. David wurde 1978 in El Paso geboren. Nach seinem Abitur in Paderborn begann er mit dem Studium der Technomathematik. Danach wurde er an der IT Akademie in Augsburg zum Mainframe Spezialisten ausgebildet.

Das kreative Schreiben war in der gesamten Zeit ein Ausgleich zum eher unkreativen Studium und ist es noch heute. Mit seiner Familie lebt er noch immer in Augsburg und ist seit diesem Jahr (2014) freiberuflicher Autor.

Sein Debutroman ist zugleich der Beginn einer neuen Fantasie-Reihe… „Der Wanderer“ findet seine Einführung in dem ersten Band „Die Schamanin“

Besucht ihn doch auf http://www.frank-s-david.com

 

Als besonderer Tipp:  „Die Schamanin“ ist noch bis morgen ( 04.01.2015)  gratis im Kindle-Shop erhältlich.

Das Feuer des Mondes von Christian und Florian Sußner

Das Feuer des Mondes von Christian und Florian Sußner

* Tag 8 des Neujahrskalender / Text und Bilder Christian Sußner*

 

Leseprobe:

„Eher wird ein Hagol tanzen lernen, als dass dieser Narr einen
Fehler zugibt!“ Wilhelms Gesicht hat die Farbe des Rotweines
angenommen, den er so gerne trinkt. „Mörder und Monster
schleichen durch die Stadt, und wir bekommen nicht einmal
neue Hellebarden! Ich habe im Stadtrat nur ausgesprochen, was
jeder gute Nachtwächter denkt.“
Seit er den Stadtverweser Bezilor öffentlich als Wurzelgnom bezeichnet
hat, ist dein Onkel Wilhelm vom Dienst ausgeschlossen
– nicht zum ersten Mal. Zu gerne legt er sich mit den Stadtoberen
an.
Du reichst ihm ein Stück Brot. „Sind das dieselben Monster, die
nachts in den Wäldern Reisende überfallen?“ Wie erwartet, lässt
sich dein Onkel von seiner Wut ablenken. Einem eifrigen Zuhö-
rer konnte er noch nie widerstehen. Du liebst die Erzählungen
deines Onkels seit deiner Kindheit.
Die Flammen werfen bizarre Gebilde an die Steinwand und erwecken
im Dämmerlicht des einbrechenden Abends die Fabelwesen
zum Leben, von denen die Geschichten Wilhelms handeln
– Hexen, Kobolde, Riesen und Lahme Dämonen. Dein alter
Onkel legt ein Scheit in das Feuer. Funken tanzen im Kamin der
engen Stube, in der ihr die Mahlzeit vor deinem Dienst als
Nachtwächter einnehmt. Wilhelm beginnt mit Worten, wie du
sie schon oft gehört hast.
„Waldheim im Lande Anmar. Unsere Stadt grenzt im Norden an
den finsteren Wald Kalrir und im Süden an die geheimnisumrankten
Urwälder der Fei. Warum hier Wald und Dschungel so
dicht beieinander wachsen: ein altes Wunder unserer Heimat.“
Wilhelm streicht sich durch den struppigen grauen Bart, den er
hat, solange du ihn kennst.
„Waldheim. Alleinige Bastion gegen das Dunkel entlang der
Großen Handelsstraße, die das Westreich Anmars mit dem Ostreich
verbindet. Auf dem Weg durch die Wälder gibt es sonst
nur wenige befestigte Siedlungen und ein paar Gasthöfe, die
nachts die Türen verrammeln. Tagsüber sichern Patrouillen des
Königs die Handelsstraße, doch auch sie ziehen sich bei Sonnenuntergang
in die Sicherheit der Stadt und der Gasthöfe zurück.
Auch sie fürchten, was nach Einbruch der Dämmerung
aus den Wäldern gekrochen kommt.“ Im Feuer knackt heißes Holz.

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Mörder und Monster schleichen durch die Stadt, und wir bekommen

nicht einmal neue Hellebarden.“

 

 

 

 

 

Wilhelm lässt den Löffel sinken und beugt sich in deine
Richtung. Seine Stimme ist nurmehr ein heißeres Flüstern.
„Unheimliche Geschichten hört man. Das Grauen, das sich im
Norden eingenistet haben soll. Dort ist seit Wochen mitten im
Sommer tiefster Winter. Du hast doch von Kandal dem Jäger gehört.
Er prahlte damit, im Nordwald Kalrir Hexen und Vampire
töten zu wollen. Nach einer dunklen Neumondnacht fand ich
seinen Leichnam am Wegesrand. Er war kurz vor den Toren der
Stadt an einen Baum genagelt worden. Statt seiner Augen hatte
er zwei blutige Höhlen.“ Wilhelm sieht dich mit aufgerissenen
Augen an und beißt von einer Brotkante ab. Du kannst dir ein
Lachen nicht verkneifen: So gerne Wilhelm seine Geschichten
erzählt, so theatralisch verhält er sich dabei.
Das letzte Licht des Tages schwindet. Du ziehst deine Stiefel an,
setzt deine Lederkappe auf und legst dir deinen weiten schwarzen
Mantel mit dem Wappen der Stadt Waldheim um – zwei gekreuzte
Äxte, unterlegt mit dem Blau der Nachtwache.
„Ohne dich wird es eine lange Nacht“, sagst du zu Wilhelm, der
dir bei deinen Vorbereitungen zusieht. Er ist der Mann, dem du
alles verdankst: Er nahm dich auf, als du niemanden mehr hattest,
bildete dich zum Nachtwächter aus, lehrte dich sogar Lesen
und Schreiben.
Du nimmst den Schlüsselbund, die Öllaterne, das schwere Signalhorn
und die Hellebarde. Im Hinausgehen rufst du deinem
Onkel einen letzten Gruß zu und gehst in Richtung Westtor, nur
begleitet von den hallenden Geräuschen deiner Absätze auf
nacktem Pflasterstein.
Du verscheuchst die düsteren Gedanken von Wilhelms Streit
mit Bezilor und legst die letzten Schritte zum Tor zurück. Es ist
sorgfältig verschlossen. Du weißt, dass es erst bei Sonnenaufgang
wieder geöffnet wird. Von dort wendest du dich nach Norden.
Du gehst durch die schmale Gasse zwischen der hohen
Stadtmauer und den zweistöckigen Häusern der Schuster und
Weber und an der Schenke „Zum Henkersknecht“ vorbei. Entlang
der dreistöckigen Fachwerkhäuser der reicheren Bürger
gelangst du bis hinauf zum Marktplatz, der verlassen vor dir
liegt. Außer ein paar Betrunkenen, die du nach Hause schickst,
geschieht die Nacht hindurch nicht viel.

Doch als die ersten Sonnenstrahlen des Tages über Waldheim
scheinen und das Ende deiner Schicht ankündigen, hörst du jemanden
schreien: „Nein, niemals werde ich … oh nein, das ist …
das kann nicht sein, das ist unmöglich … wer seid Ihr? Nein!
HILFE! Neeeeiiinn!“ Die Stimme überschlägt sich und erstickt
dann in einem Röcheln.
Über dir hängt tief die Sichel des zunehmenden Mondes. Er
taucht die Stadt in seinen silbernen Schein, der sich mit dem ersten
Licht des neuen Tages mischt.

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Die Autoren:

Christian und Florian Sußner
sind, genau wie ihre Schwester
Julia, am 11. Dezember 1979 in
Erlangen geboren. In ihrem
Spielbuch „Das Feuer des
Mondes“ schlüpft der Leser in
die Rolle eines jungen Nachtwächters,
dessen Welt von
bösen Zauberern und Dämonen
bedroht ist. Mit eigenen
Entscheidungen beeinflusst der Leser den Fortgang des Abenteuers.
Christian kümmert sich um Unternehmen, Tore und Körbe. Er wohnt in
Stuttgart.
Florian arbeitet mit Existenzgründern, Tänzern und Schauspielern. Er lebt in
Nürnberg.