Mirabellensommer – Rezension

Mirabellensommer – Rezension

 

 

 

 

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651740X
ISBN-13: 978-3426517406

 

 

 

 

Ein charmanter und lebenskluger Sommer-Roman über zwei turbulente Familien in der Provence und eine zauberhafte Liebesgeschichte von der Erfolgsautorin Marie Matisek ..
Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden …

 

 

 

Mein Fazit

Mirabellensommer ist ein herrlicher und sehr liebevoller Roman von Marie Matisek und quasi die Fortsetzung von Sommersegeln. Aber ohne vorher Sonnersegeln gelesen zu haben ist man sofort in der Geschichte um die Familien Babajou und Verbier, mit allen Höhen und Tiefen.

 

 

Babette Babajou ist mittlerweile zu einer Freundin Marita geworden und übernimmt die Pflege von George Lafleur.

“ Sie hatte George erst zwei Mal gesehen, aber seine spitze Zunge und seine Lust, alle Menschen, die ihm begegneten, zu provozieren, bereits am eigenen Leib erfahren. Er war über achzig Jahre alt, ein Grandseigneur, immer picobello gekleidet, trug maßgeschneiderte Anzüge, Seidenkrawatten und rahmengenähte Schuhe, aber sein Benehmen war alles andere als fein.“
(Zitat Seite 6)

 

So schlimm ist George eigentlich gar nicht, im Grunde ist er charmant. Ein alter Mann, der viel auf der Domaine de Lafleur erlebt hat.
Doch bei einem morgenlichen Spaziergang stirbt George. Dennoch ist er ein wesentlicher Teil des Romans, was mir sehr gut gefällt.
Durch seine Blickweise verleiht Marie Matisek der Geschichte genau das gewisse Etwas und liebevolles was dieses Buch zu einer leichten Sommerlektüre werden lässt.

 

Während der Beerdigung von George trifft Rachid, der Sohne von Babette und Aristide, Julie, die Enkelin von Ségolène und Gilbert Verbier, und verliebt sich in sie. Doch Julie hat es Faustdick hinter den Ohren!

„Als die Kleine ihrem Rachid ins Ohr geflüstert hat, dass sie abhauen will, bin ich sofort hellhörig geworden! Er wollte gar nicht, der arme Rachid, aber es war genauso wie bei dem Einbruch in das Labor. Er macht mit, damit er sie im Auge hat und sie keine Dummheiten macht. “
(Zitat Seite 134)

 

Babette hat das untrügliche Gefühl, dass sich etwas an ihren Leben mit Aristide ändern muss. Kaum findet sie ihren neuen Weg passiert eine weitere Katastrophe. Diese bringt die beiden Familien Babajou und Verbier noch näher zusammen. Die Gedanken um Rachid und Julie haben dies schon getan, wobei es auch zu Unstimmigkeiten zwischen Aristide und Gilbert kommt. Gilbert kann mt dem Glauben von Aristide nicht viel anfangen, denn der Islam ist für ihn als Christ etwas suspekt. Die Leidenschaft der Männer für Hühner vereint sie und als Aristide Gilbert zu sich nach Hause einläd – für einen Männerabend um ihm seinen Glauben zu erklären kommt es zur Katastrophe. ….

 

Für mich ist George Lafleur eine sehr wichtige Person des Buches, denn ohne ihn und seine Blickweise wäre es einfach nicht das was ist. Ein wundervoller Roman voller Leben, Liebe und Sommerduft.

 

 

Über die Autorin

Die Autorin Marie Matisek lebt mit ihrer Familie, Hund und Kater im idyllischen Umland von München. Neben dem Schreiben pflegt sie ihre Leidenschaften: Kochen, spazieren gehen und gärtnern. Die gebürtige Berlinerin fühlt sich in ihrer Wahlheimat Bayern genauso zu Hause wie an der Nordsee, Südfrankreich oder Italien, seit vielen Jahren ihre bevorzugten Reiseziele.
(Quelle: https://www.droemer-knaur.de/autoren/8208650/marie-matisek)

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