Meisterwerksblogtour -„Werke eines großen Meisters“, wer steckt dahinter?-

Meisterwerksblogtour -„Werke eines großen Meisters“, wer steckt dahinter?-

 

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Heute am leider schon letzten Tag dieser wahrlich meisterhaften Blogtour ist etwas wunderbares geschehen. Der Sagen und Legenden umrankte Autor Bernd Badura gewährte mir Audienz einzig dem Sinn folgend ausgewählte Fragen zu beantworten. Die Begegnung ist wahrlich magisch. Es ist als würden alle meine Fragen im Raume schweben um nach und nach hervor zutreten. An den Zinnen von Burg Vondern stehend und immer wieder auf den Teich blickend, der einen Rest des ehemaligen Burggrabens darstellt, beantwortet er meine Fragen.

 

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Sagen und Legenden ranken sich um die Person Bernd Badura, wie würden Sie sich höchst persönlich vorstellen?

Natürlich wohne ich in der Ruine einer einstmals stattlichen Burg, bei der die alten Schlossgespenster mir Gesellschaft leisten und teils dienstbare Geister sind. Naja gut, vielleicht habe ich nun auch ein wenig geschwindelt, aber bestimmt nur ein bisschen. Immerhin wohne ich in der Nähe von einer Burg und wenn ich den Blick von meinem Fenster in die Welt schweifen lasse, dann fällt er direkt auf einen Kanal und ich sehe Schiffe vorbeifahren. Sogar Seemöwen sehe ich vor meinem Fenster fliegen, auch wenn sie in den letzten Jahren immer weniger geworden sind.

Als Autor aus Leidenschaft, der ich nunmal bin, schreibe ich schon seit meiner frühesten Kindheit (also ungefähr seit der 3. Klasse) Gedichte und Geschichten. Auch damals habe ich meine Grundschullehrerein verblüfft und sprachlos staunen lassen, wollte sie mir doch nicht glauben, daß ich dichten kann. Da meinte ich zu ihr, sie solle mir einen Tag Zeit lassen, und da gerade Karneval war, würde ich ihr ein selbstgeschriebenes Karnevalsgedicht vortragen. Sie tat es ein wenig überheblich ab (wie sollte auch ein 8 jähriger in der Lage sein vernünftige Gedichte zu schreiben?) und war dann umso überraschter, als mein Gedicht kein dummes Gestammel war. Wie gesagt: Ihre Reaktion war dannach einfach mich eine Zeitlang fassungslos anzuschauen. Bis vor ein paar Jahren hatte ich das Gedicht auch noch, weil ich irgendwie sehr stolz darauf war, doch heute ist es leider im Nebel der Zeit verschwunden, das einzige woran ich mich noch erinnere sind die Zeilen:

Verkleidet ziehen sie durch die Gassen,
Und sind ganz schön ausgelassen.

Nicht wirklich für einen Literaturnobelpreis tauglich, aber halt ausreichend um Grundschullehrereinen in einer Schweigeminute verharren zu lassen. Wobei ich auch zugeben muss, dass diese 2 Zeilen eine der wenigen Korrekturen meines Vaters an diesem Gedicht beinhalteten, habe ich doch ursprünglich Straßen, statt Gassen geschrieben. Aber mein lyrisch nicht unbegabter Vater riet mir diese beiden Worte auszutauschen, was ich auch tat. Trotzdem war das Gedicht zu 90% Eigenleistung, da er ansonsten nur Fehler korrigierte. Auch habe ich mich damals an meine ersten Gehversuche im prosaischen Bereich gewagt und einen Heldenepos begonnen, der klar von Asterix und Obelix beeinflusst war, spielte er doch in Gallien, kurz nach dem gallisch-römischen Krieg. Die Namen aller gallischen Helden endeten mit einem …ix und die der römischen Antagonisten mit einem …us. Leider ist diese Geschichte nie über die ersten Seiten und ein paar gewissenhaften Skizzen der handelnden Personen hinausgekommen. Aber hätte ich damals schon die Disziplin und das Durchhaltevermögen von heute besessen, ich wäre sicherlich reich und berühmt, mit diesem Meisterwerk geworden.

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„Werke eines großen Meisters“ – Ein atemberaubend detailreiches Cover und ein Inhalt der in die Traumwelt entführt. Wie und vor allem wo ist dieses magische Buch entstanden?

Als die Idee von „Werke eines großen Meisters“ in mir zu reifen begann, war dies natürlich viele Jahre und von mir geschriebene Kurzgeschichten später. Aus den Knaben war ein Mann geworden und ich hatte schon einige Buchanfänge geschrieben, doch die Bücher dann – ungefähr in ihrer Mitte aufgegeben – da ich merkte, dass der Stoff nicht gut genug war. Bei „Werke eines großen Meisters“ war dies aber anders, da wollten die Ideen gar nicht mehr aufhören zu sprudeln. Ich ließ auch viele von mir vor Jahren geschriebener Kurzgeschichten in das Buch miteinfließen und es war, als seien sie genau für dieses Buch geschrieben worden. Ich merkte: Da wuchs etwas Besonderes heran. Ich gab das Buch – soweit es schon fertig war – meinen Freunden und Bekannten zu lesen – was ich vorher nie getan hatte – und auch ihr Input floß in das Buch mit ein. Tausende wundersame Ideen schwirrten mir durch den Kopf und wurden zu einen immer konkreteren Buchprojekt. Anfangs war der Titel „Werke eines großen Meisters“ auch nicht mehr als ein Arbeitstitel. Zum einen aus dem Ärger geboren, daß zu diesem Zeitpunkt jedes zweite Machwerk vom Mainstream als Meisterwerk gefeiert wurde und dieser Begriff völlig inflationär gebraucht wurde. Zum anderen, seien wir mal ehrlich: Welcher Autor hätte nicht gerne „Werke eines großen Meisters“ geschrieben? Nun, ich für meinen Teil habe es getan. (Bernd Badura grinst mich ein wenig schelmisch und vielsagend an. Ungefähr so wie ein Kind, dass gerade seine Eltern austricksen und einen Keks aus der heiligen Keksdose im obersten Regal ergattern konnte. Dann wird sein Blick wieder verträumter und er fährt fort.)

Irgendwann ergab der Buchtitel – wie alles im Buch – einen Sinn. Die ganzen Puzzel- und Mosaiksteine des Buches fügten sich zu einem großen Ganzen zusammen. Es war als ob das Buch so gehörte. Ich bin heute auch sehr froh, dass ich bei diesem Buchtitel geblieben bin, hat er mich doch dazu gezwungen weiter und weiter an meiner Sprache zu arbeiten und zu feilen. Es gab Geschichten die ich mindestens 10 Mal begonnen hatte, bevor ich anfing mit ihrer Sprache einverstanden zu sein. Die mich weiter und weiter reifen ließen. Zwei dieser Geschichten, die das Buch eigentlich maßgeblich beeinflusst haben, haben es – ihrer Länge wegen – nicht einmal in die Endfassung des Buches geschafft.

Und dann, dann gab es mal wieder eines dieser magischen Erlebnisse. Jeder Schriftsteller hat diese. Meines war, als ich zum x-ten Mal den Anfang überarbeitete. Weil er mir langweilig und nicht wirklich rund erschien. Es musste etwas geschehen. Wie aus einem Impuls heraus schrieb ich mit einem Male: „Welch wundersamer Ort ist doch das Land der Träume?“ Ich hielt inne bei dem Satz und wusste: Der war etwas ganz Besonderes. Etwas passendes, prägendes. Etwas, so wie es sein sollte. Dann schrieb ich wie elektrifiziert weiter und weiter und das erste Kapitel nahm die Formen an, die es heute hat. Mein Herz schlug schneller, ich wusste ich hatte mit dieser Textstelle etwas ganz besonderes geschaffen. Immer wieder und wieder las ich diese Stelle um mich sprachlich beim Rest des Buches von ihr beeinflussen zu lassen. So entwickelte und verfestigte sich mein Schreibstil, den ich auch heute noch pflege, wenn ich Fantasy schreibe. Und ich bin – ganz ehrlich – sehr zufrieden damit, kann ich damit doch meine Leser wahrlich verzaubern und in den Bann meiner Geschichten ziehen. Und Menschen eine Freude machen zu können. Sie von schönen Dingen Träumen zu lassen, das ist wirklich ein wunderschönes Gefühl.

 

Die Wesen der Traumwelt sind so wundervoll beschrieben, doch welches wäre Bernd Badura gern?

Uff, schwierige Frage. Vor allen, da ich eigentlich sehr mit dem Menschen zufrieden bin, der ich eigentlich bin. Aber ich weiß welches Fantasiewesen ich schon bin. Meine Freundin, die ja auch zu meinen begeistertsten Lesern gehört, schreibt gerade ein Buch und in dem ist der Schriftsteller und Honigdachs Levin L. Landuir ein Alter Ego von mir.

 

Nehmen wir an durch einen Zauber würde aus „Werke eines großen Meisters“ ein Hörbuch entstehen. Würde es nur einen ‚Vorleser‘ geben oder gäbe es eine Schar von Sprechern? Wer hätte die Ehre dem großartigen Werk seine Stimme zu verleihen?

Tatsächlich gibt es wirklich Pläne „Werke eines großen Meisters“ auch im Glanze eines Hörbuches erstrahlen zu lassen. Derzeit bin ich als hauptsächlicher Vorleser geplant. Aber auch viele meiner Freunde und Bekannten würden sich gern in kleineren Rollen in diesem Werk verewigen. Man muss dazu sagen, dass ich sehr viele kreative, künstlerisch begabte und ein wenig verrückte Freunde habe.
Früher habe ich immer davon geträumt, dass Mario Adorf oder der Synchronsprecher von Sean Connery diesem Buch seine wunderbare Stimme leihen würden. Auch Stefan Kaminski hat eine wunderbare Art vorzulesen und wäre sicherlich ein idealer Kandidat. Aber da das Publikum auf meinen Lesungen zumeist von meiner Art zu lesen sehr begeistert ist, werde ich es wohl wirklich selbst einlesen müssen.

 

Mir persönlich könnte ich Werke eines grossen Meisters als Film vorstellen. Doch welche Schauspieler wären es würdig in die wundervollen Rollen der Figuren zu schlüpfen? Wer hätte die Ehre als Regisseur zu fundieren und vor allem wer dürfte die Musik beisteuern?

Als Film stelle ich mir „Werke eines großen Meisters“ sehr schwierig vor. Gut, das ganze Buch ist unheimlich bildhaft und visuell geschrieben, trotz alledem war es für mich ein großes Anliegen ein Buch zu schreiben, das vor allen zeigt, dass das Medium Buch etwas ganz Besonderes ist. Das die ganzen Wortspielereien und Gedichte es nicht in den Film schaffen würden, wäre wohl noch zu verschmerzen. Aber einige der Kurzgeschichten sind ja auch für das Buch tragend. Die müssten mitverfilmt werden. Und da Filme meist sehr stringent erzählt werden, dürfte das schwierig werden. Vor allen in der Kürze der Zeit, die ein Film in der Regel hat. Wobei, vielleicht irre ich mich auch „Highlander“ hat ja zum Beispiel auch eine sehr komplexe Erzählform und ist trotzdem ein sehr guter Film geworden.

Aber wenn dann könnte ich mir als Regisseur zum Beispiel den frühen Tim Burton vorstellen. Dann wäre wohl der junge Jonny Depp in die Rolle des Schapo Klacks geschlüpft, die er – mit seinem Talent – auch formidabel gespielt hätte.

Auch Terry Gilliam (Brazil) oder Guillermo del Toro (Pans Labyrinth) währen mit Sicherheit tolle Regisseure für ein solches Projekt.

Für die Musik wären Howard Shore, der ja zu den „Herr der Ringe“ Filmen solch wundervolle Musik beisteuern konnte oder John Williams, der ja von Star Wars bis Harry Potter alles kann wären meine Top-Kandidaten. Aber auch Danny Elfman (Nightmare bevor Christmas) würde sicherlich gute Arbeit leisten.

 

Langsam beginnt die Gestalt des Meisters der Worte zu verblassen, doch bevor er ganz verblasst noch eine letzte Bitte. Welche magischen Worte hat der Meister für die Dame, die sich hinter Buchreisender verbirgt? Sind es nur Worte oder ist es gar ein Gedicht?

Na klar hab ich für dich, liebe Sonja und deine Leser noch ein kleines Gedicht in Petto, kennst mich doch. Also, ihr lieben Leser des Buchreisender-Blogs da draußen:

Mögt ihr schön in Büchern reisen,
Die mit vielen Worten weisen,
In die Welt der Phantasie,
Euch verzaubern gar wie nie,
So ihr entkommt – gar glücksbesselt,
Auch einmal der Alltagswelt.

 

Mit diesen Worten verabschiedet sich das Sagen umwogene Wesen Bernd Badura fürs Erste. Doch bald wird es sicherlich noch eine Blogtour zu „Schapo und der Meister von Zetron“ geben. Ihr dürft also gespannt sein und bleiben.

 

 

Gewinnspiel

Beantworte folgende Frage: Mit welchem 2 Zeiler verblüffte Bernd Badura seine Lehrein in der 3. Klasse?

Die Gewinne

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1. Platz Ein signiertes Taschenbuch Werke eines großen Meisters
2. und 3. Platz Ein signiertes E-Book Werke eines großen Meisters Blogtouredition
4. Preis Ein Plüschdrache

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 09.06.2016 um 23:59 Uhr

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