Liebe wird aus Mut gemacht

Liebe wird aus Mut gemacht

 

 

Herzlich willkommen an Tag 1 der „Liebe wird aus Mut gemacht“ Blogtour.
Ich hatte die Möglichkeit einer ganz tollen und lieben Autorin im Rahmen dieser Blogtour einige Fragen zu stellen. Auf diesem Wege möchte ich mich nochmals bei Catharina Junk dafür bedanken, dass sie sich trotz vielen Terminen die Zeit zur Beantwortung meiner Fragen genommen hat.

 

 

 

Liebe wird aus Mut gemacht

Dies ist die Taschenbuchausgabe des Romans Auf Null.
Ein Roman über den Tod und das Leben – und über das Glück, lieben zu können
Nie wieder Sonnenblumen von Van Gogh an den Wänden. Nie wieder Hähnchen Estragon. Nie wieder Krankenhaus: Nina darf zurück ins Leben stolpern. Aber sie würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Also lieber die Handbremse anziehen: keine Pläne machen, keinen Spaß haben, nicht verlieben. Schon gar nicht in Erik. Doch zum Leben braucht es Mut – und erst recht für die Liebe.

 

 

 

 

 

 

Catharina Junk, 1973 in Bremen geboren, studierte Deutsche Sprache und Literatur, Psychologie und Volkskunde an der Universität Hamburg. Mehrere Jahre arbeitete sie als Redakteurin für Fernsehserien und Reihen beim NDR. Seit 2008 ist sie selbständige Drehbuchautorin für Film und Fernsehen. Dies ist ihr erster Roman. 2014 erhielt Catharina Junk den Hamburger Förderpreis für Literatur. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Quelle: Bild & Text https://www.rowohlt.de/autor/catharina-junk.html)

 

 

Zu Beginn würde ich es schön finden, wenn Sie sich und ihr Buch „Liebe wird aus Mut gemacht“ kurz vorstellen würden.

Mein Name ist Catharina Junk, ich bin in Bremen geboren und bin seit 2008 freie Roman- und Drehbuchautorin für Film und Fernsehen. 2016 erschien mein Debüt-Roman, «Auf Null», im Kindler Verlag, für dessen erste Kapitel ich 2014 mit dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet wurde. Im Mai 2017 erschien dieser Roman unter dem Titel „Liebe wird aus Mut gemacht“ als Taschenbuch. Erzählt wird darin die Geschichte von Nina, einer jungen Frau, die nach längerem Krankenhausaufenthalt wieder zurück ins Leben stolpert. Es geht darum, den Lebens- und Liebesmut wiederzufinden und vor allem darum, dass Humor eine Überlebensstrategie sein kann.

Wenn in Büchern über das Thema Leukämie geschrieben wird, werden meist Klinken in den Großstädten genannt, warum haben Sie die Klinken in Münster gewählt?
Mein Roman hat ja einen autobiographischen Hintergrund, denn wie meine Hauptfigur Nina bin auch ich mit Anfang 20 zu Beginn meines Studiums in Münster an Leukämie erkrankt. Ich lag viele Wochen auf der Onkologie der Uniklinik in Münster und konnte beim Schreiben auf meine Erfahrungen dort zurückgreifen.

Was war für der Punkt dass Sie mit dem Schreiben begonnen haben?
Ich habe schon als Kind Geschichten geschrieben und seitdem eigentlich nie damit aufgehört. Nachdem ich mehrere Jahre als Redakteurin gearbeitet habe, habe ich mit dem Drehbuchschreiben angefangen und mache das auch heute noch. Es ist eine tolle Möglichkeit, Geschichten zu erzählen. Gleichzeitig hatte ich aber schon immer den Wunsch, Romane zu schreiben. „Liebe wird aus Mut gemacht“ ist mein Debüt und ich möchte in Zukunft neben den Drehbuchaufträgen auch weiterhin Romane schreiben.

Schreibblockade, der Horror jedes Autors. Ist ihnen das schon einmal passiert und welches ist ihr Mittel dagegen?
Ja, diese Momente kenne ich natürlich sehr gut und ich habe keine Strategien, sie zu überwinden. Für mich sind diese frustrierenden Tage ein Teil des Schreibprozesses und ich glaube, dass sie wichtig sind. Ich gehe dann spazieren, gucke Filme und Serien oder lese. Obwohl ich also dann sehr schöne Sachen mache, bin ich an diesen Tagen aber trotzdem leider sehr schlecht gelaunt und unzufrieden mit mir.

Haben Sie ein Vorbild unter den Autoren?
Wenn Vorbild heißt „Ich will so schreiben wie…“, dann nein. Es ist wichtig, einen eigenen Ton, eine eigene Stimme zu finden. Ich glaube nicht, dass Leserinnen und Leser es schätzen, wenn man versucht, andere zu imitieren. Aber selbstverständlich gibt es sehr viele Autorinnen und Autoren, die mich begeistern und die ich bewundere. In letzter Zeit waren das unter anderem Miranda July, Rainbow Rowell und Kate Tempest – jede der Frauen erzählt auf eine sehr eigene, besondere Weise, die mich sehr beeindruckt hat.

Welches ist Ihr persönliches Must-have-Buch?
Ich kann mich nicht nur auf ein Buch festlegen, aber die Bücher, die ich schon mehrmals gelesen habe, sind von Jane Austen, Thomas Bernhard, Alice Munro, Wolfgang Herrndorf, Karen Duve und Vladimir Nabokov.

Wie dürfen wir uns Ihren Schreibplatz vorstellen?
Ein Holztisch in der Nähe des Fensters und darauf mein Laptop. Gegenüber an der Wand hängt eine Zeichnung von mehreren Raben. Manchmal schreibe ich aber auch in Cafés, dann habe ich aber Kopfhörer in den Ohren, damit ich Musik hören kann und die Gespräche an den Nebentischen mich nicht ablenken.

Was war der ausschlaggebende Punkt für „Liebe wird aus Mut gemacht“? Was hat Sie dazu inspiriert?
Das waren die eigenen Erfahrungen mit meiner Leukämie-Erkrankung. Ich wollte eine Geschichte über die Zeit danach schreiben – wenn man das große Glück hatte, wieder gesund zu werden. Wie schwierig es sein kann, sich wieder auf das Leben einzulassen, dem eigenen Körper wieder zu vertrauen und wieder Glück und Liebe zuzulassen. Gleichzeitig wollte ich aber kein Melodrama erzählen, sondern neben allem Ernst auch eine komische Perspektive finden. Deswegen habe ich vielleicht auch zwanzig Jahre gewartet, bis ich den Roman schreiben konnte. Ich brauchte Abstand zu meiner eigenen Geschichte.

Ihr Buch wird verfilmt und Sie dürfen die Hauptrollen und die Titelmusik bestimmen. Verraten Sie uns wer es sein wird?
Ich schreibe gerade an dem Drehbuch für die Verfilmung von „Liebe wird aus Mut gemacht“. Über die Besetzung der Hauptrollen habe ich mir allerdings noch keine Gedanken gemacht. Sollte der Film tatsächlich irgendwann realisiert werden, würde man sich Zeit für ein gutes Casting nehmen. Was die Musik betrifft, so spielt Taylor Swift ja eine große Rolle in dem Roman. So gesehen wäre es natürlich schön, wenn die in der Geschichte erwähnten Lieder verwendet würden.

Sie dürfen in ein Buch reisen und die Geschichte erleben, welches Buch würden Sie wählen?
Ich glaube, keines. Mir genügt es voll und ganz, nur durch das Lesen in die Geschichte abzutauchen.

nnen Sie rein vom Schreiben leben?
Da ich seit ungefähr zehn Jahren als Drehbuchautorin arbeite und somit die Anfangsschwierigkeiten schon eine Weile hinter mir liegen, kann ich mittlerweile vom Schreiben leben, ja.

rden Sie auch in einem anderen Genre schreiben? Wenn ja, welches wäre es?
Ich liebe das Thriller-Genre. Bisher hatte ich aber noch keine Idee von der ich den Eindruck hatte, dass sie unbedingt aufgeschrieben werden muss.

Welches Genre käme für Sie überhaupt nicht in Frage?
Vermutlich wird man nie einen Erotik-Roman von mir lesen.

Was wollten Sie ihren Lesern schon immer einmal sagen?
Danke, dass Ihr mein Buch gelesen habt! Und ich möchte auch gleich die Gelegenheit nutzen und allen Bloggerinnen und Bloggern danken, die meinen Roman so wohlwollend und differenziert besprochen und weiter empfohlen haben. Gerade als Debütantin ist es schwierig, die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser zu gewinnen. Da habe ich große Unterstützung in der Blogger-Community erfahren und das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.

Gibt es bereits ein neues Buch an dem Sie arbeiten? Dürfen Sie uns schon ein klein wenig verraten?
Ich bin noch am Anfang, aber zumindest was den Beruf der Hauptfigur betrifft, gibt es wieder einen autobiografischen Bezug. Sie ist nämlich Drehbuchautorin und bekommt den Auftrag, eine Familienserie fürs Fernsehen zu entwickeln, nicht ahnend, dass ihre eigene verkorkste Familiengeschichte ihr bald ziemlich um die Ohren fliegen wird. Ähnlich wie bei «Liebe wird aus Mut gemacht» möchte ich ein ernstes Thema, in diesem Fall die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen, nicht nur tieftraurig, sondern auch humorvoll erzählen. Ja, und ein ganz bestimmter Komet ist übrigens auch ein wichtiges Element in der Geschichte.

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23.06 Liebe wird aus Mut gemacht  bei Sonja Buchreisender

24.06 Kunst im Krankenhaus bei Sabine Lesen und Träumen

25.06 „Weißblütigkeit“ bei Svenja BücherTraum

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27.06 „Cortison-Hamsterbäckchen“ bei Sandy Sandys Welt

28.06 Hamsterbäckchen & die Liebe bei Beate & Michaela Unsere Bücherecke

Ein Kommentar

  1. Hallo,
    welch ein tolles und emotionales Interview. Ich erwarte eine Geschichte, in der es um die Überwindung einer schweren Krankheit geht, ein Leben danach, was sicherlich von Ängsten begleitet ist, aber auch von Hoffnung. Durch die persönlichen Erfahrungen der Autorin wird das Buch sicherlich einen hohen Grad an Authentizität haben und nicht in „Kitsch versinken“ oder zu unrealistisch sein.
    Ein Buch, auf das ich sehr neugierig geworden bin.

    Liebe Grüße, Jutta

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