Im Auge des Drachen von Jean Parker

Im Auge des Drachen von Jean Parker

( Tag 15 des Autoren-Adventskalender 2014 / Text und Bilder Jean Parker)

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Leseprobe:

Es waren keine dunklen Wolken, dass wurde mir klar als Ayien mir eine Nahaufnahme davon sendete. Panik kam in mir auf, denn die Bilder zeigten blutleere Menschen und Drachen. Ich ließ nach Zasyn rufen und befahl ihm „Bringt jeden den ihr finden könnt hier in den Palast! Jeden Drachen, jeden Menschen, jedes Tier das ihr finden könnt bringt es her und sorgt dafür das jede noch so kleine Ritze hier im Palast verschlossen wird um uns diese Monster vom Hals zu halten!“ Zasyn sorgte sofort dafür, dass alle in den Palast gebracht wurden, während die Krieger die sich im Palast aufhielten jede auch noch so kleine Öffnung verschlossen.
Vorsorglich ließ ich Floyd zu mir bringen, damit ich mir sicher sein konnte das er in Sicherheit war. Noch kannte ich nicht den Namen dieser Monster, doch ich würde alles dafür tun das niemandem etwas passierte.

***

Wir waren leider nicht schnell genug. Wir hatten die Zirniaden zu spät entdeckt und wir konnten nicht alle Bewohner retten. Ein Großteil der Bevölkerung konnten wir in den Palast schaffen, einige hatten sich geweigert.
Zasyn hatte mir alles über die Zirniaden erzählt was er wusste. Sie saugten ihr Opfer leer, bis sie blutleer waren. Dieses saugen war mit starken Schmerzen verbunden, wurde man einmal angefallen gab es keine Möglichkeit mehr zu helfen, denn sie injizierten ein starkes Gift, welches dann auf jeden Fall tödlich war.
Die wenigen die Schutz im Palast suchten wurden von uns mit Nahrung und Decken versorgt. Immer wieder hörten wir die Todesschreie der Menschen die keinen Schutz bei uns hatten suchen wollen. Nach einer Nacht und einem Tag war es still da draußen geworden. Sehr still, viel zu still. Kein Laut, es schien als würde die Welt stillstehen. Kein Gezwitscher der Vögel drang an mein Ohr, selbst das Rauschen des Baches vor dem Palast schien verstummt zu sein.
An diesem Morgen stand ich wieder am Fenster des Thronsaals und schaute auf den Platz. Er war so leer ohne den beliebten Wochenmarkt. Doch niemand traute sich nach draußen. Ich wollte nach da draußen und sehen welch eine Verwüstung die Zirniaden angerichtet hatten.

***

Ayien und ich jagten durch die Luft. Immer schneller, immer weiter, die Krieger auf ihren Drachen hatten ein wenig Mühe uns zu folgen denn ihre Drachen waren schwer gepanzert.
Als wir die Ebene mit einem der vielen Dörfer erreicht hatten verlor sie an Höhe und wir glitten nur einige Meter über dem Boden dahin.
Überall lagen blutleere Körper, die Augen aufgerissen und starrten leer in den klaren Himmel. Ihre Haut war weiß, die Lippen blau, die Münder zu einem letzten Schrei aufgerissen.
Mit Tränen in den Augen gab ich mir die Schuld für ihren Tod. Ich hätte sie zwingen müssen im Palast nach Schutz zu suchen. Es war allein meine Schuld. Ayien wusste was ich dachte, mischte sich aber nicht ein.
Wir flogen immer weiter und kamen an eine Höhle in der eine junge Frau mit ihrem Baby versucht hatte Schutz zu suchen. Ayien schaute mich an und ich nickte. Sie legte die Flügel gegen den Wind und landete neben der Frau. Ich ließ mich von ihrem Rücken gleiten und ging langsam auf den leblosen Körper zu. Neben ihr kniete ich mich nieder und strich sanft über ihr Gesicht, um ihre Augen zu schließen als ich eine Bewegung im Augenwinkel bemerkte.
Ich löste das Bündel aus ihren Armen und erhob mich. Es lebte! Refsai der so eben mit Zuluin angekommen war kam auf mich zu und fragt: „Alles in Ordnung?“
Ich deutet auf das Baby und flüsterte: „Es lebt!“ Refsai starrte das kleine Wesen erstaunt an und rief einen weiteren Krieger herbei der es in die Festung bringen sollte.
Er nahm den kleinen Wurm in seine starken Arme und stieg auf seinen Drachen. Sie erhoben sich in die Luft und flogen zurück.
„Durchsucht die Höhle ob nicht noch mehr leben und ruft weitere Krieger! Wir müssen das Königreich nach überlebenden durchsuchen.“, Rief Refsai den anderen zu.
Zasyn legte seinen Kopf in den Nacken und brüllte. Keine 20 Minuten später waren weitere Krieger an der Höhle angekommen von wo aus wir uns verteilten um nach Überlebenden zu suchen. Ich und einige andere Krieger machten uns auf den Weg in die Berge, um dort nach überlebenden zu suchen.
Wir flogen gerade über den großen Fluss, als ich den Drachen sah dem ein Bein fehlte. Ayien folgte meinem Blick und setzte wieder zur Landung an.
Nur wenige Meter neben dem toten Leib ließ sie mich absteigen.
Andächtig ging ich auf den leblosen Körper zu, senkte andächtig meinen Blick, als ich dem toten Drachenvater meine rechte Hand auf die Brust legte und noch die Wärme spürte die zu Lebzeiten in seinem Leib herrschte: „Er ist noch nicht lange Tod!“ Ayien und Zasyn senkten ihren Blick und sprachen ein stilles Gebet für ihren verstorbenen Kameraden. „Das waren nicht die Zirniaden!“, sagte Refsai in die Stille. Ich schaute ihn entsetzt an: „Was war es dann?“ Er deutete mit dem Kopf auf ein mir unbekanntes Wesen, dass einige Meter weiter tot im Gras lag. Langsam ging ich auf den Kadaver zu der bereits von Fliegenlarven besiedelt war. Immer wieder musste ich eine Fliege aus meinem Gesicht verscheuchen. Es war halb Pferd, halb Greif. „Was ist das für ein Wesen!“, fragte ich in die Runde. „Das ist ein Hippogreif!“, antwortete mir einer der Krieger. „Normalerweise greifen sie keine erwachsenen Drachen an, auch wenn sie verletzt sind.“, sprach er weiter.
Dann hörte ich ein quaken und schaute mich um.
Mein Blick blieb an einem direkt am Wasser gelegenen Strauch, dessen Äste sich bewegten obwohl es vollkommen Windstill war. Wieder hörte ich das Quaken und schon tauchten die beiden Drachenbabys aus dem Unterholz auf. Sie quakten mich zur Begrüßung ein weiteres Mal an und liefen unbeholfen auf mich zu.
Ich ließ mich auf die Knie fallen und die Beiden sprangen mir in die Arme. Tränen kamen hoch, die Beiden waren nun ganz alleine. Ihr Vater war Tod und auch ihre Mutter war nicht mehr für sie da.
Ich fühlte mich schuldig und beschloss die beiden Drachenbabys in meine Obhut zu nehmen.

***

Nach einem ganzen Tag hatten wir nur eine handvoll Überlebender in den Palast bringen können. Es war wirklich sehr frustrierend gewesen.
Die Überlebenden wurden von den Heilern versorgt und die Toten begraben. Bei jeder einzelnen Beerdigung war ich Anwesend. Floyd stand mir bei, auch wenn es ihm schwer fiel dafür war ich ihm unglaublich dankbar. Drei Tagelang besuchte ich eine Beerdigung nach der anderen, aber immerhin gab es auch noch erfreuliche Nachrichten. Das Baby, welches wir in den Armen seiner toten Mutter gefunden hatte überlebte und erfreut sich bester Gesundheit, dass ließ mich wieder hoffen. Alle anderen starben oder waren Pflegefälle. Die beiden Drachenbabys wurden von der Drachendame Bowles aufgenommen.
Bowles war ein wunderschöner Drache. Ihr Schuppenkleid hatte ein sattes Rot und ihre Augen strahlten Gelb. Sehr liebevoll kümmerte sie sich um die beiden Kleinen.
Sie bat mich den beiden Drachenbabys einen Namen zu geben und so begann ich zu überlegen. Dem roten Drachen gab ich den Namen Bommer und den Aschgrauen Joylin. Sie freuten sich riesig über ihre Namen.
Arula hatte sich bereit erklärt Bowles beim erziehen zu helfen, da er momentan flugunfähig war auf unbestimmte Zeit.
Er hatte vorgestern mit ein paar Drachen Flugmanöver eingeübt als ein Seitenwind ihn erfasste und ihn unkontrolliert gegen die Felswand schleuderte, dabei brach er sich einen Flügelknochen. Es würde wieder heilen versicherte mir eine Heilerin, doch das würde dauern.
Ich hoffte nur das er dann auch wieder fliegen konnte, denn mit einem flugunfähigen Drachen konnte ich nicht allzu viel anfangen. Die Heilerin versicherte mir das er wieder würde fliegen können, wenn er sich an die Spielregeln hielt. Also den Flügel schonen war nun angesagt und ich verdonnerte ihn auch dazu. Tat er dies nicht würde es Konsequenzen haben für ihn.
Zwar würde ich ihm nicht den Kopf abschlagen lassen, doch er würde sich eine ordentliche Predigt anhören dürfen und das wusste er ganz genau.
Es würde eine ganze Weile dauern bis er wieder fliegen können würde.

Jetzt möchte ich mich euch kurz vorstellen. Ich veröffentliche meine Bücher unter dem Pseudonym Jean Parker, weil ich finde das er einen schöneren Klang hat als mein bürgerlicher. Ein weiterer Grund ist, dass ich in meinem bürgerlichen Leben nicht als Autor erkannt werden möchte. Einfach aus Angst dann in meinem Brotjob für verrückt erklärt zu werden. Was leider schon des öfteren passiert ist.
Mit meinen 21 Jahren habe ich bisher 3 Bücher fertiggestellt, weitere 7 Bücher auf ihre Fertigstellung und Veröffentlichung. Von den fertiggestellten ist bisweilen ein einziges im Vertrieb, die beiden Anderen sind im Korrektorat.

 

 

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Zum Schreiben und das ist wahrscheinlich das was euch eher interessieren wird bin ich während meiner Realschulzeit gekommen. Angefangen habe ich der 9. Klasse Artikel für die Schülerzeitung zu schreiben. Irgendwann packte mich dann die Schreibwut und ich arbeitete an meinem ersten Manuskript. Damals allerdings ganz anders als heute.
Bewaffnet mit Füller und College block begann ich in jeder freien Minute zu Schreiben. Während der Sommerferien entstanden so 60, eng und doppelseitig beschriebene Seiten.
Diese Seiten werden demnächst überarbeitet und finden dann auch endlich ihren Weg in meinen Fundus.

 

 

Nun aber zu meinem Buch „Die Tochter der Drachenbändigerin“. Ich liebe Drachen und lese besonders gerne Bücher in denen sie eine Rolle spielen. Nun kribbelte es in meinen Fingern und ich wollte unbedingt auch ein Buch schreiben, in dem es um Drachen geht. Also begann ich zu planen und die Ideen schossen in meinen Kopf und setzten sich dort fest. Schnell hatte ich genug Stoff um 5 Bände veröffentlichen zu können.
Worum es in dem Buch geht, möchte ich euch gerne verraten. Mayla ist eine junge Frau, die einen sehr Frauen untypischen Beruf ausübt. Sie geht sehr gerne spazieren, um etwas runterzukommen. Auf einem dieser Spaziergänge findet sie einen vermeintlich blauen Stein, der sich später als ein Drachenei herausstellt. Aus ihm schlüpfen die beiden Drachen Ayien und Arula. Sie bringen Mayla in ihr Königreich wo sie zur Königin gekrönt wird und das Reich Anubis aus der Unterdrückung von Onix befreien soll.
Sie erfährt von der Drachenbändigerin und begibt sich auf die Suche nach dieser mysteriösen Frau. Mehr möchte ich euch nicht verraten.

Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr gelangweilt habe und es wenigstens ein wenig informativ war.
Würde mich sehr über einen Besuch von euch auf meiner Homepage freuen.
Www.jean-parker.npage.de