Blogtour Sternenuntergang -Julien, Claire und Leroy-

Blogtour Sternenuntergang -Julien, Claire und Leroy-

 

Sternenuntergang

 

Bei mir im Wohnzimmer haben sich Gäste eingefunden. Claire, Julien und Leroy sind vorbei gekommen um all meine Fragen zu beantworten. Die drei haben es sich auf dem Sofa bequem gemacht und wie es sich für die Fragestellerin gehört habe ich mich in meinen Lesesessel gekuschelt.

 

Sonja: Ich freue mich sehr, dass ihr euch die Zeit für dieses Interview genommen hat. Dann stell dich den Lesern doch bitte einmal kurz vor, Claire.

Claire: Also zu mir gibt es eigentlich nicht viel zu sagen … (Julien fällt ihr ins Wort)

Julien: Nicht viel zu sagen? Ich glaube, ich höre nicht richtig. Liebe Leser, Sie haben es mir mit der außergewöhnlichsten, fantastischsten, aufregendsten, einfühlsamsten Frau zu …

Claire: (haut Julien neckisch gegen den Arm) Schluss jetzt, Monsieur Decardes. Du bist nicht an der Reihe. Ich wurde gefragt.

Leroy: (verdreht genervt die Augen) Erwarten Sie lieber nicht zu viel von diesem Interview. Die beiden sind schlimmer, als eine Horde Kinder. Ach was sage ich, eine Horde Kinder ist nichts gegen Julien und Claire. Sobald die zwei zusammen sind, ist die nächste Katastrophe schon vorprogrammiert. Und raten Sie mal, wer das dann immer ausbaden darf? ICH!

Claire: Leroy übertreibt mal wieder maßlos. Aber in einem Punkt hast du natürlich vollkommen recht, wir haben dir sehr, sehr viel zu verdanken. Doch nun erst mal zurück zu mir. Mein Name ist Claire Martens, ich bin Mitte zwanzig und komme aus einer deutschen Kleinstadt. Eigentlich bin ich wirklich eine völlig unscheinbare, normale Frau. Das außergewöhnlichste an mir, ist dieser gut aussehende, große, schlanke Mann mit den dunkelbraunen Haaren und hellblauen Augen an meiner Seite. Bevor Julien in mein Leben trat und meine Welt auf den Kopf stellte, hatte ich mit Problemen zu kämpfen, wie sie leider häufig in unserer Gesellschaft vorkommen. Zu der Zeit war ich eine eingeschüchterte Frau, die sich selbst aufgegeben hat. Voller Selbstzweifel und der festen überzeugen, dass das Leben es nicht gut mit mir meint. Aber dann kam er: Julien. Mein Julien … er hat mir meine eigene Stärke aufgezeigt. Julien ist so ein …

Leroy: Claire, du solltest dich vorstellen.

Claire: Jetzt halt doch mal deinen Mund, Leroy.

Sonja: Also gut, gehen wir zur nächsten Frage über. Claire, du hast es eben schon angedeutet, dein Leben war einmal anders, wie empfindest du das rückblickend?

Claire: Es ist für mich einfach nur erschreckend. Was anderes kann ich dazu nicht sagen. Heute frage ich mich wirklich, was damals mit mir los war? Ich war in einer Beziehung gefangen, die von Gewalt und Demütigung geprägt war. Irgendwie habe ich alles aus den Augen verloren, ganz besonders mich selbst. Das war wahrscheinlich das Hauptproblem. Ich habe mich selbst nicht mehr gespürt. Nur noch funktioniert wie eine Maschine. Innerlich war ich fast tot, darum habe ich gar nicht mehr richtig mitbekommen, was eigentlich mit mir und meinem Leben passiert. (Julien nimmt Claires Hand) Dazu kamen diese furchtbaren Selbstzweifel, die mein damaliger Freund Markus immer wieder in mir geweckt hat – und die Angst vor ihm. Darum traute ich mich irgendwann gar nicht mehr, über eine Trennung nachzudenken. Er hätte mich sicher umgebracht. Nicht aus Berechnung, sondern weil er immer wieder die Kontrolle über sich selbst verlor. Wenn Markus gemein zu mir war, tat ihm hinterher immer alles leid. Wie auch immer, rückblickend betrachtet, spiegelte diese Beziehung viele Verhaltensmuster wieder, die ich bereits aus meiner Kindheit kannte. Leid, Verzweiflung waren vertraute Gefühle für mich, die ich mir unbewusst auch in meiner Partnerschaft gesucht hatte. Aber ich habe diese Ketten mit Juliens Hilfe durchbrochen. Jetzt schaue ich zurück und lerne daraus. Ich bin nicht mehr verbittert über meine Vergangenheit.

Sonja: Das freut mich zu hören. Dann widmen wir uns doch jetzt mal einen schöneren Teil deines Lebens. Wie würdest du deine erste Begegnung mit Julien beschreiben? Was hast du dabei empfunden?

Claire: (lacht) Meine erste Begegnung mit Julien war einfach nur abgrundtief peinlich! Mehr kann man sich wahrscheinlich gar nicht blamieren. Eigentlich sollte ich in der Bibliothek saubermachen, aber was mache ich, ich lese heimlich in einem Buch und Julien, der Hausherr persönlich, erwischt mich dabei. Wobei ich damals gar nicht wusste, wer er war, weil Julien es mir verschwiegen hat. Ich ging davon aus, er sei auch ein normaler Angestellter. (Claire wirft Julien einen strafenden Blick zu)

Julien: Wenn ich es dir gesagt hätte, hättest du wahrscheinlich kein normales Wort mehr mit mir reden können.

Leroy: Hättest du es bloß getan!

Claire und Julien gleichzeitig: Halt deinen Mund!

Claire: Jedenfalls habe ich mich ganz schön vor Julien blamiert, weil mich sein plötzliches Auftauchen völlig aus der Bahn geworfen hat. Auf einmal kommt er einfach hinter einem Regal hervor und das war’s. Damals traute ich es mir nicht einzugestehen, aber in diesem Moment habe ich mich Hals über Kopf in ihn verliebt. Das war unbeschreiblich, ich war in einem absoluten Ausnahmezustand. Tja, und dadurch legte ich die Glanzleistung meines Lebens hin. Ich hätte Julien fast mit meinen Putzwagen über den Haufen gefahren, dann werfe ich ihm beinahe den Holzreiniger auf die Füße und schlussendlich hänge ich selbst ziemlich unelegant über meinem Putzwagen.

Julien: Also ich fand das ganz und gar bezaubernd (Beide lächeln sich verträumt an).

Sonja: (räuspert sich) Wie ist es denn so einen Vampir zu lieben?

Claire: Nicht leicht, die Gesetze des großen Vampirherrschers Aurelius einmal außer Acht gelassen. Ein Vampir ist kein Mensch mehr und sein Wesen bricht immer wieder durch. Wobei ich schon das Gefühl habe, dass Julien da wesentlich mehr Probleme mit hat als ich.

Leroy: Natürlich hat er damit mehr Probleme. Julien muss schließlich die ganze Zeit dagegen ankämpfen, dir nicht an die Gurgel zu gehen, um deinem so sinnlichen Blutduft zu widerstehen (beugt sich mit geöffneten Mund und spitzen Eckzähnen zu Claire heran).

Julien: (drückt Leroy mit funkelnden Augen an der Brust zurück) Nimm dich jetzt zusammen, mein Freund. Sonst fängst du dir gleich eine ein.

Sonja: (unauffällig Schweiß von der Stirn tupf) Julien, vielleicht stellst du dich den Lesern einmal kurz vor.

Julien: (die Augen wachsam auf Leroy gerichtet) Mein Name ist Julien Decardes und ich bin 1832 in Frankreich geboren. Leider meinte es das Schicksal nicht gut mit mir und führte mich auf das Anwesen Montegarde, wo ich diesen schwarzhaarigen Halunken kennenlernen sollte.

Leroy: (lacht) Ich bitte dich, Julien. Ich mag vieles sein, aber wirklich kein Halunke.

Julien: Liebe Leser, was immer Leroy hier auch von sich geben mag, trauen Sie ihm nicht und halten Sie sich bloß fern von ihm! Das nur mal als kleine Warnung am Rande. Nun aber zu meiner Person. (Leroy fällt Juliens ins Wort)

Leroy: Vielleicht sollte ich Julien kurz beschreiben. Er ist ein Traumtänzer, dickköpfig, impulsiv und hat den Hang dazu, genau wie seine Freundin Claire, Katastrophen heraufzubeschwören.

Julien: Und Leroy ist starrsinnig, kalt, berechnend, durchtrieben und absolut skrupellos.

Claire: Da muss ich Julien allerdings zustimmen. Leroy hat mich niedergeschlagen, entführt und wollte mich sogar beißen.

(Sonja rückt mit dem Sessel etwas nach hinten)

Leroy: Claire ist nachtragend.

Sonja: Ihr scheint ja nicht das beste Verhältnis zueinander zu haben.

Julien: Sagen wir mal so, einen Bruder wie Leroy zu haben, ist nicht immer leicht. Es gab Zeiten in meinem Leben, da hätte ich ihn am liebsten umgebracht. Aber er hat auch eine andere Seite. Nachdem wir einen großen Streit zwischen uns beigelegt haben, kehrte die alte Verbundenheit zurück. Ich habe Leroy sehr viel zu verdanken, wofür ich ihm für die Ewigkeit dankbar sein werde. So düster er man manchmal auch in seinem Wesen ist, so viel Gutes steckt auch in ihm.

Leroy: Julien, bitte, mit deinem Geseier erreichst du gerade meine Schmerzgrenze.

Claire: Julien hat vollkommen recht. Das ist die andere Seite von Leroy. Um ehrlich zu sein, habe ich Leroy anfangs nicht sonderlich gemocht. Aber dann habe ich ihn richtig kennengelernt. Er ist unglaublich mutig, tapfer und stark. Selbstlos kämpft er für das, was ihm wichtig ist, ganz egal, ob es ihn selbst in Gefahr bringt.

Sonja: Und was ist dir wichtig, Leroy?

Leroy: Nichts.

Claire: (den Blick ermahnend zu Leroy gerichtet) Das stimmt nicht. Sein Bruder ist für ihn das Wichtigste überhaupt. Er ist bereit für ihn ist zu sterben.

Leroy: Das war vielleicht mal so, aber gerade hat Julien mich als einen Halunken bezeichnet. Der Schmerz sitzt tief in meiner Brust und wird mich für die Ewigkeit begleiten. (Bricht theatralisch auf dem Sofa zusammen)

Sonja: Leroy, gibt es etwas, dass du bereust?

Leroy: (Setzt sich wieder gerade hin) Generell bereue ich nie etwas. Reue ist für mich nur ein anderes Wort für Selbstmitleid. Ich stehe zu den Dingen, die ich tue. Jammern tun nur Frauen oder Weicheier, aber sicher keine echten Männer, wie ich einer bin.

Claire: Damit hast du dich gerade nicht sehr beliebt bei den Lesern gemacht.

Leroy: Ist mir egal, ich sage nur meine Meinung. Aber gut, es gibt tatsächlich zwei Dinge, die mir leid tun. Zum einem der Tod meiner Mutter. Ich hätte sie viel mehr leiden lassen müssen und über den anderen Punkt spreche ich nicht. Dass Julien wegen mir zum Vampir wurde, tat mir eine lange Zeit aufrichtig leid, aber wie sich ja herausstellte, hatte auch das seinen Sinn gehabt. Sonst hätte er seine Claire nie kennengelernt. Von daher kann ich mir die Reue in diesem Fall sparen.

Sonja: Wie bist du zu einem Vampir geworden, Julien.

Julien: Durch Leroy. Er hat es hinter meinem Rücken geplant, wobei er nicht derjenige war, der mich verwandelte. Dennoch liegt mein Dasein in seiner Verantwortung. Ich wusste nicht, was mit mir geschah, selbst dann nicht, als ich gebissen wurde. Es hat Tage gedauert, bis ich begriff, was mit mir passiert ist. Und der Schock darüber, war übermächtig.

Sonja: Wie würdest du dein Leben heute beschreiben im Vergleich zu früher?

Julien: Es hat viele, viele Jahre gedauert, bis ich die Tatsache, dass Leroy für meine Verwandlung verantwortlich war, akzeptieren konnte. Heute weiß ich, dass er es tatsächlich nur gut meinte. Leider hat Leroy eine sehr spezielle Art zu zeigen, dass er einen mag. Er hat mich zum Vampir gemacht, um mir die Beweglichkeit meiner Hände zurückzugeben, die seine Mutter mir einst nahm. Und ein weiterer Grund war natürlich, weil ich sein Bruder bin und er nur das Beste für mich möchte.

Sonja: Das verstehe ich nicht. Wenn ihr Brüder seid, warum sprichst du dann von „seiner“ Mutter.

Julien: Es war keine Geburt, die uns zu Brüdern machte, sondern das Schicksal. Und durch das vampirische Blut, wurden wir dann später auch zu Blutsbrüdern. Aber um noch einmal auf deine vorherige Frage zurückzukommen, ich habe es akzeptiert, ein Vampir zu sein, und aufgegeben dagegen anzukämpfen. Und die größte Veränderung brachte natürlich, Claire. Durch sie fühle ich mich wieder so lebendig und bin voller Lebensmut.

Sonja: Wie würdet ihr beide eure Beziehung beschreiben?

Leroy: Desaströs! Die beiden sind eine wirkliche Gefahr für die Allgemeinheit. Immerzu kommen sie auf neue hirnrissige Ideen und streiten sich ständig.

Julien und Claire: Ruhe jetzt!

Claire: Natürlich haben Julien und ich „manchmal“ geringfügige Meinungsverschiedenheiten, das gehört zu einer gesunden Beziehung dazu. Am Ende sind wir uns aber einig. Wir unterstützen uns und sind immer füreinander da. Das mit Julien und mir ist Bestimmung. Eine unzerstörbare und einzigartig Liebe.

Julien: Claire ist mein Leben und ich würde alles für sie tun.

Leroy: Ja, das habe ich gemerkt.

Sonja: Dann bedanke ich mich ganz herzlich, dass ihr euch die Zeit für dieses Interview genommen habt.

Leroy: Sehr gut, ich gehe dann mal essen. Sonja, vielleicht möchtest du mich ja begleiten …

Diese Einladung muss ich leider ablehnen, denn ich bereite jetzt das Gewinnspiel für meine Leser vor.

Gewinnspiel

Heute genügt ein einfacher Kommentar

Tagesgewinn:

51TsqjL4QDL._SX340_BO1,204,203,200_

1x eBook Der Vampir Leroy de Montegarde im Wunschformat

Teilnahmebedingen für das Gewinnspiel:

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 10.04.2016 um 23:59 Uhr.

Ein Kommentar

  1. Hallo und guten Tag,

    schönes Interview, doch irgendwie sind mir, die Leutchen Claire, Julien und Leroy nicht ganz geheuer. Hihi…ich habe da etwas angst um mein Blut.

    Um es mal vorsichtig aus zu drücken.

    Danke für den Einblick in die Personen des Romanes.

    LG..Karin…

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