Blogtour Lianne – Reihe

Blogtour Lianne – Reihe

Lianne

Heute darf ich Euch nach Paris entführen. Beginnend im 17. Jahrhundert und im heute endend.
Revolution und Restauration

paris-1283578__180

Während der Befreiungskriege war Paris das Ziel von Operationen der sechsten Koalition. Nachdem die Verbündeten die Höhen des Montmartre am 30. März 1814 erobert hatten, kapitulierten die französischen Verteidiger der Hauptstadt. Am Nachmittag des 31. März 1814 zogen die alliierten Truppen, an der Spitze der russische Zar Alexander I. und der preußische König Friedrich Wilhelm III., in Paris ein. Ein zweites Mal besetzten am 22. Juni 1815 die verbündeten Armeen nach der endgültigen Abdankung von Napoleon Bonaparte als Kaiser die Stadt. Die Julirevolution vom 27. bis 29. Juli 1830, die in einem dreitägigen heftigen Straßenkampf in Paris gipfelte, hatte den endgültigen Sturz der Bourbonen in Frankreich und die erneute Machtergreifung des Bürgertums unter König Ludwig Philipp zur Folge.

Die Regierungszeit des Königs (1830–1848) war geprägt von einer sich verstärkenden Abkehr vom Liberalismus, zunehmenden Skandalen und Korruptionsfällen. Das französische Bürgertum war schließlich zusehends enttäuscht von der Politik Ludwig Philipps. Vor allem das Zensuswahlrecht, das dem Bürgertum einen seiner Stärke entsprechenden Einfluss bei der Gesetzgebung verwehrte, verstärkte die Wut auf den König. Auch in der Arbeiterschaft gärte die Unzufriedenheit über ihre problematische soziale Lage, die durch eine Agrar- und Handelskrise 1847 noch verschärft worden war, zu einer revolutionären Stimmung.

Nachdem der König ein geplantes Bankett zur Reform des Wahlrechts verboten hatte, kam es ab dem 21. Februar 1848 zu öffentlichen Protesten in Paris, die sich schnell zu Unruhen ausweiteten und eine revolutionäre Entwicklung annahmen. Während der Februarrevolution 1848 kam es vorübergehend zur Vereinigung von Arbeitern und Bürgern. Am 23. und 24. Februar 1848 folgten heftige Straßen- und Barrikadenkämpfe zwischen den Aufständischen und den königlichen Truppen. Am 24. Februar 1848 sah sich der verhasste großbürgerliche Ministerpräsident François Guizot zum Rücktritt gezwungen. Kurz darauf dankte König Ludwig Philipp selbst ab und floh ins Exil nach England. Daraufhin wurde eine provisorische Regierung unter dem liberalen Politiker Alphonse de Lamartine eingesetzt und die Republik ausgerufen. Am 24. Juni 1848 kam es zu einem erneuten Aufstand der Arbeiterschaft anlässlich der Schließung der französischen Nationalwerkstätten, die den Arbeitslosen Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen hatten. Der Pariser Juniaufstand wurde jedoch bald nach heftigen Kämpfen von der französischen Armee und der Nationalgarde blutig niedergeschlagen. Am Ende waren 3.000 Arbeiter tot, etwa 15.000 wurden in die Straflager der Kolonien verbannt.

Die moderne Stadt

Napoleon III. (1808–1873) hatte die von Ludwig XIV. und Napoléon Bonaparte begonnene großzügige Stadtgestaltung weitergeführt. Der Präfekt und Architekt Georges-Eugène Haussmann ließ die engen Gassen durch breite Alleen ersetzen, die in einem rechtwinkeligen Muster angeordnet waren, von Bäumen und prachtvollen Bauten gesäumt wurden und auf denen sich die neuen Verkehrsmittel bewegten; Gärten und Parks wurden angelegt. 1844 wurde zu Verteidigungszwecken an der Stelle, wo heute der Boulevard périphérique verläuft, eine neue Stadtbefestigung errichtet. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und war mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt. Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen.
Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 wurde Paris nach der Gefangennahme Napoléons III. und der Proklamierung der Dritten Republik von deutschen Truppen eingeschlossen (1870) und musste 1871 kapitulieren. Am 18. März 1871 versuchte der französische Premierminister Adolphe Thiers, die verteidigungsbereite Nationalgarde von Paris entwaffnen zu lassen. Dies führte zu einem Aufstand der Arbeiter, Handwerker und Kleinbürger.
Am 26. März 1871 übernahm in Paris eine Revolutionsregierung die Macht, die Pariser Kommune. Die republikanische Übergangsregierung wurde für abgesetzt erklärt. Die bewaffnete Milizen der Pariser Kommune wurden erst im Mai 1871 von der neu geordneten konterrevolutionären französischen Armee im Straßenkampf in Paris besiegt. In der Blutigen Woche vom 21. bis 28. Mai gab es 25.000 Tote. Es folgten 38.000 Verhaftungen und 7500 Deportationen. Insgesamt kamen fast ein Viertel der Arbeiterbevölkerung von Paris bei den Kämpfen und den darauffolgenden Massenexekutionen ums Leben.
Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der Belle Époque und wurde zu einem in der Welt anerkannten intellektuellen und künstlerischen Zentrum; vor allem das Viertel Montmartre zog bekannte Maler und Schriftsteller an. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III und den U-Bahn-Stationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.
Im Januar 1910 standen durch ein Hochwasser der Seine 12 von 20 Arrondissements der Stadt für rund 6 Wochen unter Wasser. Die angerichteten Schäden waren erstaunlich glimpflich, sie beliefen sich auf umgerechnet rund 1 Milliarde Euro.[4]
1921 hatte die Hauptstadt mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl ihrer Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten.
Im Jahr 1900 war Paris Austragungsort der II. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit (im Rahmen der Weltausstellung, erstmalige Teilnahme von Frauen an Olympischen Spielen). 1924 fanden die VIII. Olympischen Sommerspiele ebenfalls in Paris statt.
Zweiter Weltkrieg
England und Frankreich erklärten dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg, griffen aber (anders als angekündigt bzw. vertraglich zugesichert) nicht zugunsten Polens ein.
Am 10. Juni erklärte die französische Regierung (damaliger Präsident: Albert Lebrun) Paris zur offenen Stadt und verlegte ihren Regierungssitz nach Bordeaux, um der Festnahme durch deutsche Truppen zu entgehen.
Auf Paris wurde die deutsche 18. Armee unter Generaloberst Georg von Küchler angesetzt. Nachdem ein französischer Unterhändler ihm den Abzug der französische 7. Armee zugesichert hatte, zogen Wehrmachtverbände am 14. Juni kampflos in das menschenleer wirkende Paris ein.
Am 22. August begann die Schlacht um Paris. Alliierte Truppen und französische Widerstandskämpfer nahmen am 25. August 1944 die Stadt ein. Etwa 10.000 deutsche Soldaten gerieten in alliierte Kriegsgefangenschaft. Rund 1000 Widerstandskämpfer waren gefallen und weitere 1500 verwundet. In der Nacht des 26. auf den 27. August 1944 warfen deutsche Flugzeuge Bomben über Paris ab. Fast 500 Häuser gingen in Flammen auf, 50 Menschen starben und etwa 500 wurden verwundet.

 

paris-843229__180
Entwicklung ab 1945

Nach dem Wiederaufbau der zerstörten Häuser in Paris wurden ab 1958 die ersten Bauten in der Vorstadt La Défense errichtet, darunter das „Centre National des Industries et des Techniques“ (CNIT).
Am 17. Oktober 1961 kam es nach wiederholten Demonstrationen algerischer Immigranten gegen den Algerienkrieg zum Massaker von Paris. Obwohl von den Demonstranten keine Gewalt ausging, ging die Pariser Polizei unter dem Kommando von Maurice Papon (nach anderen Berichten auch Einheiten der Armee) äußerst brutal vor und tötete zahlreiche Demonstranten. Die genaue Zahl der Toten ist unbekannt; sie wird von Historikern auf etwa 200 geschätzt. Polizeiliche Angaben belaufen sich auf drei Tote. Tausende Menschen wurden verletzt, etwa 14.000 festgenommen.
In den Nachkriegsjahrzehnten erlebte auch Frankreich einen dem westdeutschen Wirtschaftswunder vergleichbaren wirtschaftlichen Aufschwung, die trente glorieuses; während bis dahin noch in vielen Regionen die kleinbäuerliche Landwirtschaft dominiert hatte, wurde diese nun in rapiden Tempo durch industrielle und postindustrielle Strukturen ersetzt. Millionen von Menschen aus den Dörfern zogen in die Hauptstadt.

1968 kam es in Paris zu Studentenrevolten und Massenstreiks. Die so genannten Mai-Unruhen, die im Mai 1968 zunächst wegen der Räumung einer Fakultät der Pariser Universität Sorbonne ausbrachen, führten am Ende in Frankreich zu einem wochenlangen Generalstreik, der das ganze Land lahmlegte. Die Demonstranten errichteten Barrikaden und lieferten sich tagelang Straßenschlachten mit der Polizei. Als Folge der Unruhen wurde die Sorbonne 1968 in 13 eigenständige Bereiche aufgeteilt. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt. Staatliche Stellen sahen die Studenten und somit ihre Institution Universität pauschal als potenzielle Unruhestifter an. Sie sollten aus dem unübersichtlichen, „sensiblen“ Stadtzentrum vertrieben werden.
Die Präsidenten der Fünften Republik Charles de Gaulle und Georges Pompidou hinterließen mit zahlreichen Bauwerken in der Hauptstadt ihre Spuren. Besonders während der vierzehnjährigen Amtszeit (1981–1995) von Präsident François Mitterrand wurden in Paris viele monumentale Bauten errichtet, die einerseits zu Polemiken, andererseits auch zu Enthusiasmus Anlass gaben: die Glaspyramide des Louvre, die Bastilleoper, die Französische Nationalbibliothek und die Grande Arche in der Vorstadt La Défense.

In den letzten Jahren wurde vor allem der Gegensatz zwischen dem Stadtzentrum, dessen Kultur und Architektur Millionen von Touristen anziehen und dessen Mieten nach Gentrifizierungsprozessen für viele nicht mehr bezahlbar sind, und den Vorstädten zum Politikum. Viele Vorstädte besitzen eine schlechte Infrastruktur und sind kaum an das Stadtzentrum anbunden, es gibt nur wenige Verbindungen untereinander mit dem öffentlichen Nahverkehr. Vor allem in der nördlichen und östlichen banlieue, wo in den 1960er und 1970er Jahren Großwohnsiedlungen in Plattenbauweise errichtet wurden, gehören soziale, ethnische und religiöse Konflikte, Drogen und Kriminalität zum Alltag. 2005 kam es zu Ausschreitungen von Jugendlichen in den Vororten der Hauptstadt. Bei den gewalttätigen Unruhen in Paris im Oktober und November des Jahres handelte es sich um eine Serie von zunächst unorganisierten Sachbeschädigungen und Brandstiftungen sowie gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei in den Vorstädten von Paris, die am 27. Oktober 2005, nach dem Unfalltod zweier Jugendlicher, begannen. Zunächst beschränkten sich die Ausschreitungen auf den Heimatort der Jugendlichen, den Pariser Vorort Clichy-sous-Bois. Im Laufe der folgenden Tage weiteten sich die Unruhen zunächst auf das Pariser Umland wie Seine-et-Marne oder Val-d’Oise, später auch auf andere französische Städte aus.
Seither gibt es Bemühungen, die Verkehrssituation zu verbessern, etwa durch den Bau von 8 Straßenbahnlinien der Tramway Île-de-France. Die administrative und mentale Spaltung zwischen der Kernstadt, deren Grenzen sich seit 1860 nicht mehr verändert haben, und den Vorstädten, soll durch das Projekt Grand Paris überwunden werden.
( Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Paris)

arc-de-triomphe-1283422__180
Paris heute

Anschläge in Paris 2015
Im Jahr 2015 gab es in Paris folgende Anschläge:
Anschlag auf Charlie Hebdo, Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015
Geiselnahme an der Porte de Vincennes, Anschlag auf einen Supermarkt für koschere Waren am 9. Januar 2015
Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris

 

 

Gewinne

 

Meine Tagesfrage: Nenne mir eine Sehenswürdigkeit in Paris außer dem Eifelturm

Lianne Gewinne

 

Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 23.4.2016 um 23:59 Uhr.

 

 

 

Blogtourfahrplan 18.4. – 24.4.2016

Tag 1: Lianne (Vorstellung der Reihe und der Autorin) Christine

Tag 2: Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverwirklichung Marion

Tag 3: Leben im 17. Jahrhundert (Barockzeit ) Barbara

Tag 4: Paris (vom 17. Jahrhundert bis heute)  Sonja

Tag 5: Zugehörigkeit zur Familie (Was macht sie aus? Wann gehört man dazu?) Claudia

Tag 6: Wenn aus Liebe Hass wird (Wie dieser sich auf Generationen auswirken kann)  Nadja

Tag 7: Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

8 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    Daanke für deinen schönen Beitrag über Paris. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Paris ist das Louvre.
    LG Bettina Hertz

  2. Hallo,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. 🙂
    Als Sehenswürdigkeiten in Paris fallen mir als erstes der Louvre und Notre Dame ein.
    Liebe Grüße
    Isabell

  3. Hallo,
    eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Sacré-Cœur de Montmartre. Sie ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche.
    LG
    Dominique

  4. Moin!
    Paris ist so wunder-, wunderschön! Ein großer Traum von mir ist es, an einem 14. Juli dort zu sein 🙂
    Zwei Mal habe ich diese traumhafte Stadt schon besucht, und ich finde so viele Stellen sehenswert, kann mich kaum entscheiden.
    Ich wähle ohne Wertung den Arc de Triomphe, weil ich es so faszinierend finde, dass man in mehreren Spuren drumherum fahren kann 😉
    Herzliche Grüße
    Carmen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WordPress spam blockiert CleanTalk.