Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen – Zechendrachen

 

Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen – Zechendrachen

Herzlich Willkommen zu Tag 3 von Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen –
Die phantastischen Werke von Regina Schleheck.

Kennst Du Zechendrachen? Zechendrachen sind vom Austerben bedroht! Immer mehr von ihnen fallen der Politik und des Imports zum Opfer. Noch gibt es in meiner Heimatstadt Zechendrachen, aber ihre Art wird Ende 2018 bei uns aus ‚der freien Wildbahn‘ verschwinden.


Der Gruß der Zechendrachen

„GLÜCK AUF!“

Glückauf (alternative Schreibweise Glück Auf; als Ausruf „Glück auf!“) ist der deutsche Bergmannsgruß. Er beschreibt die Hoffnung der Bergleute, „es mögen sich Erzgänge auftun“ (Einkürzung der längeren Grußformel „Ich wünsche Dir Glück, tu einen neuen Gang auf“), denn beim Abbau von Erzen ließ sich ohne Prospektion nur unsicher vorhersagen, ob die Arbeit der Bergleute überhaupt zu einem Lohn führen würde. Weiterhin wird mit diesem Gruß der Wunsch für ein gesundes Ausfahren aus dem Bergwerk nach der Schicht verbunden.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCckauf)

Das Lied der Zechendrachen

Das Steigerlied (auch Steigermarsch oder Glück auf, der Steiger kommt) ist ein deutsches Bergmanns- und Volkslied.

Thema des Steigerliedes ist die Hoffnung der Bergleute, nach der harten und gefährlichen Arbeit im Bergwerk wieder ans Tageslicht und zu ihren Familien zurückzukehren. Andere Quellen sprechen davon, dass der Refrain „Glück auf!“ das Glück beschwört, der Berg möge sich auftun, und den Abbau von Bodenschätzen zu ermöglichen. Während die ersten vier Strophen die Gemeinsamkeit haben, dass das Ende der vorangehenden Strophe in der ersten Textzeile der Folgestrophe aufgegriffen wird, fehlt diese Kontinuität in der fünften und sechsten Strophe. Es ist anzunehmen, dass diese Strophen zu einem späteren Zeitpunkt hinzugedichtet wurden. Details des Liedtextes weichen je nach Gebiet ab.

Der nachstehende Text entspricht der überlieferten Urform des Liedes.
Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt.
|: Und er hat sein helles Licht bei der Nacht, 😐
|: schon angezünd’t 😐

Schon angezünd’t! Das gibt ein’n Schein,
|: und damit so fahren wir bei der Nacht, 😐
|: ins Bergwerk ein 😐

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut’ sein,
|: die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht, 😐
|: aus Felsgestein 😐

Der Eine gräbt das Silber, der and’re gräbt das Gold,
|: doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht, 😐
|: dem sein wir hold 😐

Ade, nun ade! Lieb’ Schätzelein!
|: Und da drunten in dem tiefen finst’ren Schacht, bei der Nacht, 😐
|: da denk’ ich dein 😐

Und kehr ich heim, zum Schätzelein,
|: dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht, 😐
|: Glück auf, Glück auf! 😐
Eine weitere überlieferte Strophe lautet
Die (Variante: Wir)Bergmann’sleut sein’s kreuzbrave Leut,
|: denn sie (wir) tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht 😐
|: und saufen Schnaps 😐
Wenn die vorherigen Strophen sitzend gesungen werden, stehen die anwesenden Bergleute bei der oben stehenden Strophe meistens auf. Zudem wird auf größeren Veranstaltungen nach Singen dieser Strophe angestoßen und ein alkoholisches Getränk getrunken.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Steigerlied)

Die Geschichte der Zechendrachen

Die Anfänge
Der Sage nach fand ein Junge in der Gegend von Witten, Sprockhövel oder Wetter beim Schweinehüten glühende schwarze Steine in einer Feuerstelle. Hier wurde bereits im Mittelalter Kohle in einfachen Grabelöchern (Pingen) abgebaut. Die Schwerpunkte dieses frühen Steinkohlenbergbaues lagen im Raum Witten-Sprockhövel-Haßlinghausen, wo die Kohleflöze bis an die Tagesoberfläche reichen. Anfänglich kohlten die Bauern vornehmlich für den Eigenbedarf. Der Kohleabbau erfolgte soweit die landwirtschaftlichen Tätigkeiten dies zuließen.
Dieses freie Kohlengraben konnte sich solange erhalten, bis die Grundherren die wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffes erkannten. Karl der Große überzog sein Reichsgebiet mit Burgen und Festungen und setzte Dienstmänner (Ministralen) ein, die das Gebiet sichern sollten. Die Bauern mussten den Landesherren Naturalabgaben leisten und als die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Ausbeutung der Kohle erkannt wurde, wurde den Bauern das freie Kohlen untersagt. Im Rahmen des Bergregals wurde der Bodenschatz unter das Eigentum der Herrschenden gestellt. Der Kohleabbau erfolgte in Regie der Herrschenden oder den Bauern wurde ein Abbau zugestanden, wobei aber ein großer Anteil der gewonnenen Kohle dem Landesherrn abgeliefert werden musste.
Aufgrund der räumlichen Nähe zu den wichtigen Abnehmern in Schwelm, Ennepetal, Hagen und dem Wupperraum sind die Keimzellen des Ruhrbergbaues in Sprockhövel und Wetter zu suchen. Diese Pingen wurden solange betrieben, bis das aufsteigende Grundwasser eine weitere Kohlegewinnung verhinderte.
Urkundlich ist ein erster Kohlebergbau für Dortmund im Jahre 1296 bei Haus Schüren belegt. Die hier gewonnene Kohle wurde vor allem von den Salzsiedereien in Unna abgenommen. Im Jahre 1439 erteilte Adolf II. von Berg dem Johann Schüren das Kohleprivileg. Die Kohle wurde in Schmieden oder als Hausbrand genutzt.
Der ungeregelte Kohleabbau hatte erhebliche Flurschäden zur Folge, und es gab erste Reglementierungsversuche im 16. Jahrhundert, die aber wenig erfolgreich waren. Neben dem freien Graben wurde bereits im Spätmittelalter Stollenbergbau betrieben, bei dem auf mehreren Sohlen Kohle abgebaut wurde. Die Sohlen waren durch Schächte mit rechteckigem Querschnitt verbunden. 1547 wird der Bergbau in Schee bei Sprockhövel erstmals urkundlich erwähnt. Für etwa 1552 ist ein Stollen am Schlebusch in Wetter belegt. 1566 bildete sich die erste Bergbaugenossenschaft in Bredeney.
Um 1700 gab es schon das Schießen, das Sprengen mit Schwarzpulver. Eine Liste aus dem Jahre 1737 verzeichnete 105 Zechen mit zusammen 688 Bergleuten in der Grafschaft Mark.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrbergbau)

Bergmann & Engel

Bereits im 16. Jahrhundert gab es in den Kirchen Bergmannsdarstellungen. Die aus Zinn gefertigten Knappenfiguren dienten als Träger der Altarkerzen. Im Erzgebirge war die Beziehung Bergmann, Licht und Gotteshaus sehr eng verbunden. Der Bergmann besaß ein stark emotionales Verhältnis zum Licht, war es doch Beleuchtungsquelle schlechthin. Für die äußerst gefahrvolle Tätigkeit unter Tage wurde das Licht zum symbolträchtigen Sinnbild für Glaube, Glück und Leben. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Weihnachtsfest zum Lichterfest, in jedem Haus zogen selbstgefertigte hölzerne Lichterbergleute ein. Als gedrechselte Dockenfigur, anfangs mit massegedrückten Armen versehen, wird der Lichterbergmann seit 1870 gefertigt. In der Uniform eines einfachen Hauers des Freiberger Reviers trägt er am grünen Schachthut die bergmännischen Symbole Schlegel und Eisen. Zunehmend wurde ihm der Lichterengel zur Seite gestellt. Allerdings verkörpert er eine lange Kulturgeschichte, die über den Kirchenraum, Verkündigungsengel, schließlich in die Weihnachtsstube des Erzgebirges führt. Noch heute gibt es in vielen erzgebirgischen Familien den Brauch, den Mädchen zu ihrer ersten Weihnacht einen Engel und den Jungen einen Bergmann zu schenken. Dieser begleitet sie dann meist ein Leben lang und wird auch vielfach mit in die Ehe gebracht.
(Quelle: http://www.erzgebirgsstube.com/engel-bergmann/?p=1)

Ich persönlich finde es sehr schade, dass die Zechendrachen in Deutschland austerben werden. Ein wirklich beeindruckender und interessanter Teil der deutschen Geschichte und Kultur wird dann verschwunden sein.

 

 

Das Gewinnspiel

Sammle täglich den verlorenen Basilikum und sende uns am Ende der Blogtour die Anzahl der von dir gefundenen Blätter. -Es zählen nur die Bilder!- Die Anzahl bitte per Mail an gewinnspiel@booktraveler.de mit dem Betreff: Basilikum Teilnahmeschluss ist der 21.12.2016 24 Uhr

Unsere Teilnahmebedingungen findest du hier: http://www.booktraveler.de/blogtouren/teilnahmebedingungen/

Der Gewinn:

1 Print „Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen“

Der Tourplan:

14.12 Die phantastischen Werke   bei Janina 

15.12 Killer-Navis   bei Sandro

16.12 Zechen-Drachen   bei mir

17.12 Mystische Fantasy  bei Claudia

18.12 Papierfresserdrachen    bei Svenja 

19.12 Regina Schleheck    bei Simone

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WordPress spam blockiert CleanTalk.